Arthroseschmerzen behandeln mit Infiltrationen
Rhizarthrose

Rhizarthrose Schmerzen mit Infiltrationen behandeln

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Zuletzt aktualisiert am 11. August 2026 von tirolturtle

Rhizarthrose Schmerzen mit Infiltrationen behandeln: Mein persönlicher Erfahrungsbericht über Kortison-Infiltrationen ins Daumensattelgelenk – und weshalb ich danach einen neuen Salzstreuer brauchte.

Rhizarthrose Schmerzen mit Infiltrationen behandeln – damit habe ich inzwischen einige Erfahrung. Insgesamt dreimal hat mein behandelnder Orthopäde beide Daumensattelgelenke mit Kortison infiltriert. Das war 2013, 2014 und 2015.

Eine weitere Infiltration mit einer Kombination aus Kortison und Hyaluronsäure erhielt ich 2017. Daraus ist inzwischen ein eigener Langzeitbericht entstanden: Infiltrationen in das Daumengelenk: Mein Erfahrungsbericht. Dort beschreibe ich auch, wie es meinen Daumensattelgelenken viele Jahre später geht.

Dieser Artikel hier ist älter. Er stammt aus den Anfängen meines Arthrose Magazins und erzählt ganz konkret von meinen ersten Erfahrungen mit Kortison-Infiltrationen bei Rhizarthrose. Und von einer Erkenntnis, die zunächst ziemlich banal klingt: Manchmal kann ein neuer Salzstreuer das Leben mit Arthrose tatsächlich ein kleines bisschen leichter machen.

Rhizarthrose Schmerzen mit Infiltrationen behandeln

Meine Rhizarthrose hatte sich damals aktiviert. Das äußerte sich in starken Schmerzen – und vor allem darin, wie sehr plötzlich unzählige alltägliche Handgriffe beeinträchtigt waren.

Wer selbst Rhizarthrose hat, kennt wahrscheinlich solche Situationen: Eine Flasche öffnen, etwas festhalten, einen Verschluss drehen oder einen Gegenstand kräftig greifen – der Daumen ist fast überall beteiligt.

Bei mir führte der Schmerz zunehmend dazu, dass ich den Daumen automatisch schonte. Genau aus dieser schmerzbedingten Schonhaltung wollte ich herauskommen.

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Ich habe mich deshalb damals für die Kortison-Infiltrationen entschieden. Für mich war das eine Art „Reset“: Die Schmerzen sollten so weit zurückgehen, dass ich meine Hand wieder normaler bewegen und einsetzen konnte.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, ein schmerzfreies Gelenk anschließend besonders stark zu belasten. Genau diese Erfahrung habe ich später selbst gemacht.

Welche Injektionen bei Arthrose gibt es?

Injektionstherapien bei Arthrose werden bis heute kontrovers diskutiert. Nutzen, mögliche Risiken und die wissenschaftliche Evidenz unterscheiden sich je nach Substanz, Gelenk und individueller Situation.

Zum Einsatz beziehungsweise zur Diskussion kommen unter anderem:

  • Kortison
  • Hyaluronsäure
  • Kombinationen aus Kortison und Hyaluronsäure
  • Eigenblut beziehungsweise PRP
  • weitere biologische Verfahren

Welche dieser Möglichkeiten bei Arthrose sinnvoll sein kann, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Gerade bei Kortison ist eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung wichtig. Wer sich für die heutige Studienlage und die verschiedenen Verfahren interessiert, findet im Arthrose Magazin dazu einen eigenen ausführlichen Überblick: Infiltrationen bei Gelenkschmerzen und Kombi-Injektionstherapien bei Arthrose: Welche Möglichkeiten gibt es?

Auch mit Hyaluron-Injektionen und deren möglichem Nutzen und möglichen Risiken habe ich mich in einem eigenen Beitrag beschäftigt.

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Hier soll es deshalb nicht noch einmal um sämtliche Injektionstherapien gehen, sondern um meine persönliche Erfahrung mit Kortison-Infiltrationen in die Daumensattelgelenke.

Tut eine Infiltration ins Daumensattelgelenk weh?

Das war damals eine der Fragen, die mich selbst beschäftigten.

Und aus meiner persönlichen Erfahrung lautet die Antwort ziemlich eindeutig: Ja, eine Infiltration in das Daumensattelgelenk kann ziemlich schmerzhaft sein.

Natürlich empfindet jeder Mensch Schmerzen anders. Ich kann deshalb nur beschreiben, wie es bei mir war.

2015 saß ich aufgrund meiner aktivierten Rhizarthrose und der starken Schmerzen wieder im Wartezimmer meines behandelnden Orthopäden Dr. Thomas Achammer in Innsbruck.

Ich wusste bereits, was auf mich zukommen würde. Schließlich hatte ich 2013 und 2014 schon Infiltrationen in beide Daumensattelgelenke erhalten.

Und ich wusste: Das wird nicht besonders angenehm.

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So habe ich die Infiltration erlebt

Vor der eigentlichen Infiltration zog mein Orthopäde sanft am Daumen, um den Gelenkspalt besser zugänglich zu machen. Gleichzeitig fragte er nach den stärksten Schmerzpunkten und tastete diese ab.

Schon das war bei einem akut schmerzenden Daumensattelgelenk unangenehm.

Dann wurde die Nadel gesetzt.

Das Daumensattelgelenk ist ein sehr kleines Gelenk. Bei mir wurde das Präparat langsam injiziert und ich spürte dabei zunehmend Druck im Gelenk.

Ich konnte regelrecht wahrnehmen, wie sich dieses Druckgefühl verstärkte.

Das war für mich einer der unangenehmsten Momente der Infiltration. Mein Orthopäde fragte währenddessen immer wieder, wie es mir ging und was ich spürte.

Als Patientin kann ich es nur so beschreiben: Irgendwann fühlt sich das kleine Gelenk einfach sehr voll an.

Und dann ist die Infiltration vorbei.

Nicht gerade ein Erlebnis, auf das ich mich gefreut habe. Trotzdem habe ich mich damals wiederholt dafür entschieden, weil mir die vorausgegangenen Infiltrationen bei meinen Schmerzen geholfen hatten.

Was passiert nach einer Kortison-Infiltration?

Bei mir bedeutete die Infiltration nicht, dass die Schmerzen unmittelbar verschwanden.

Im Gegenteil: In der ersten Nacht reagierten meine Daumensattelgelenke zunächst stärker. Sie schmerzten mehr als zuvor.

Das ist meine persönliche Erfahrung und lässt sich nicht verallgemeinern. Reaktionen nach einer Gelenkinjektion können unterschiedlich ausfallen und Beschwerden nach einer Injektion sollten im Zweifelsfall ärztlich abgeklärt werden.

Von meinen vorherigen Infiltrationen wusste ich allerdings bereits, dass bei mir anschließend eine deutliche Linderung eintreten konnte.

Nach den ersten beiden Infiltrationen 2013 und 2014 war ich nach wenigen Tagen für längere Zeit weitgehend schmerzfrei.

Bei der hier beschriebenen dritten Infiltration 2015 war das Ergebnis nicht ganz so deutlich.

Die Schmerzen wurden erheblich besser, die länger anhaltende vollständige Schmerzfreiheit der ersten beiden Behandlungen stellte sich diesmal jedoch nicht ein.

Warum die Wirkung unterschiedlich war, kann ich rückblickend nicht beurteilen.

Und genau das ist eine wichtige Erfahrung: Auch wenn eine Infiltration einmal sehr gut geholfen hat, lässt sich daraus nicht ableiten, dass die nächste Behandlung genauso wirkt.

Und dann kam der Salzstreuer

Nach der Infiltration habe ich für mich darauf geachtet, meine Daumensattelgelenke nicht unnötig stark zu belasten.

Und dabei wurde mir wieder einmal bewusst, wie viele vollkommen unscheinbare Dinge im Alltag den Daumen beanspruchen.

Ich stand in meiner Küche und bereitete einen Tomatensalat zu.

Dann wollte ich Salz darüberstreuen.

Mein damaliger Salzstreuer musste mit der Hand gedreht werden. Eigentlich eine völlig banale Bewegung.

Mit Rhizarthrose war sie das nicht.

Das Drehen schmerzte im Daumensattelgelenk. Und ich dachte mir: Warum mache ich das eigentlich?

Wenn eine kleine Alltagshilfe eine unnötige Belastung vermeiden kann, dann nutze ich sie.

Also fuhr ich am nächsten Tag in die Stadt und kaufte einen neuen Salzstreuer.

Einen elektrischen, versteht sich.

Diese kleine Geschichte ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben, weil sie für mich sehr gut beschreibt, was Gelenkschutz im Alltag bedeuten kann.

Es geht nicht darum, die Hände überhaupt nicht mehr zu benutzen. Es geht darum, unnötig belastende Bewegungen zu erkennen und dort, wo es möglich ist, eine einfachere Lösung zu finden.

Heute gibt es in meinem Alltag eine ganze Reihe solcher Hilfsmittel.

Welche davon sich bei mir bewährt haben, beschreibe ich ausführlicher im Beitrag Mein Alltag mit Rhizarthrose: Was mir bei Arthrose am Daumen hilft.

Bewegung ja – Überlastung nein

Das ist für mich über die Jahre zu einem wichtigen Grundsatz geworden.

Ein schmerzendes Gelenk ausschließlich zu schonen und kaum noch zu bewegen, ist für mich keine gute Dauerlösung. Gleichzeitig bedeutet Bewegung nicht, ständig gegen Schmerzen oder mit großer Kraft zu trainieren.

Gerade bei Handarthrose können Ergotherapie und spezialisierte Handtherapie dabei helfen, einen sinnvollen Umgang mit Belastung, Bewegung, Übungen und Gelenkschutz zu finden.

Auch Orthesen und kleine Veränderungen im Alltag können eine erstaunlich große Rolle spielen.

Inzwischen habe ich aus all diesen unterschiedlichen Maßnahmen meinen persönlichen „Therapie-Blumenstrauß“ bei Handarthrose entwickelt: nicht die eine vermeintliche Lösung, sondern verschiedene Bausteine, die individuell zusammengestellt werden.

Was wurde aus meinen Infiltrationen?

Die Geschichte dieses Artikels endet eigentlich 2015.

Aber weil dieser Beitrag seit vielen Jahren im Arthrose Magazin gelesen wird, gehört heute auch dazu, was danach passiert ist.

2017 erhielt ich eine weitere Infiltration in das rechte Daumensattelgelenk – diesmal mit einer Kombination aus Kortison und Hyaluronsäure.

Infiltrationen in das Daumengelenk: Mein Erfahrungsbericht

Und seit dieser Infiltration habe ich bis heute keine weitere Injektion in meine Daumensattelgelenke benötigt.

Das ist für mich persönlich bemerkenswert. Es bedeutet aber ausdrücklich nicht, dass meine Rhizarthrose dadurch geheilt wurde.

Die degenerativen Veränderungen sind weiter fortgeschritten. Beweglichkeit, Geschmeidigkeit und insbesondere Kraft haben über die Jahre nachgelassen. Gleichzeitig sind meine Daumensattelgelenke weiterhin weitgehend schmerzfrei.

Wie sich meine Hand über die Jahre entwickelt hat und wie ich die damalige Single-Shot-Infiltration heute beurteile, beschreibe ich ausführlich im aktualisierten Langzeitbericht Infiltrationen in das Daumengelenk: Mein Erfahrungsbericht.

Persönlich von Rhizarthrose betroffen, habe ich Erfahrung mit Infiltrationen in das Daumensattelgelenk.

Arthrose Schmerzen behandeln

Die Infiltration erfolgt in Etappen. Es baut sich ziemlicher Druck im Daumensattelgelenk auf.

 

Rhizarthrose behandeln mit Infiltrationen

Eine Infiltration in das Daumensattelgelenk ist zugegeben ziemlich schmerzhaft.

Arthroseschmerzen mit Infiltrationen behandeln

 

Mein Fazit nach mehr als zehn Jahren

Als ich diesen Artikel ursprünglich geschrieben habe, stand die unmittelbare Erfahrung im Mittelpunkt: die Schmerzen vor der Infiltration, das ziemlich unangenehme Spritzen ins kleine Daumensattelgelenk, die Hoffnung auf Schmerzlinderung – und schließlich mein neuer elektrischer Salzstreuer.

Heute sehe ich diese Geschichte noch aus einer anderen Perspektive.

Infiltrationen waren für mich nie die Therapie meiner Rhizarthrose. Sie waren zu bestimmten Zeitpunkten ein Baustein meiner Behandlung.

Daneben spielen Ergotherapie, Handübungen, Gelenkschutz, Orthesen, Alltagshilfen und ein möglichst bewusster Umgang mit Belastungen für mich eine wichtige Rolle.

Und vielleicht ist deshalb ausgerechnet der Salzstreuer aus diesem alten Artikel gar kein nebensächliches Detail.

Er steht für etwas, das mich bis heute begleitet: Nicht jeder schmerzhafte Handgriff muss ausgehalten werden, wenn sich der Alltag mit einer kleinen Veränderung einfacher gestalten lässt.

Wer einen Überblick über meine Erfahrungen und die verschiedenen Möglichkeiten bei Handarthrose sucht, findet im Beitrag Arthrose Hand: Was hilft? 10 hilfreiche Tipps zum Tag der Hand weitere Anregungen.

Welche Gelenke bei Handarthrose überhaupt betroffen sein können, erklärt außerdem der Beitrag Arthrose in den Daumen und Fingergelenken: Welche Arten gibt es und was hilft?

Hinweis: Dieser Beitrag schildert meine persönlichen Erfahrungen mit Kortison-Infiltrationen bei Rhizarthrose. Wie wirksam oder geeignet eine Injektionstherapie ist, kann individuell unterschiedlich sein. Die hier geteilten Informationen sollen zur Stärkung der persönlichen Gesundheitskompetenz beitragen und ersetzen keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung.

Fotos: Adobe Stock und Barbara Egger-Spiess

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