Zuletzt aktualisiert am 25. Juli 2026 von tirolturtle
Infiltrationen mit Hyaluronsäure bei Arthrose verbessern die Geschmeidigkeit und die Beweglichkeit. Ein Erfahrungsbericht.
Infiltrationen mit Hyaluronsäure bei Arthrose sind eine weitverbreitete, aber nicht unumstrittene Behandlungsmethode.
Obwohl viele Betroffene über Schmerzlinderung und verbesserte Beweglichkeit berichten, ist die Studienlage zur Wirksamkeit von Hyaluronsäure-Injektionen derzeit uneinheitlich und lässt keine eindeutigen Schlüsse zu.
Kritiker verweisen auf mangelnde Evidenz und stellen das Kosten-Nutzen-Verhältnis infrage: Injektionstherapien bei Kniearthrose – ein kritischer Vergleich.
Injektionstherapie bei Kniearthrose: PRP, Hyaluron & Stammzellen im Vergleich
Als Herausgeberin des Arthrose-Magazins möchte ich diesen Beitrag nutzen, um einen persönlichen Erfahrungsbericht mit Hyaluronsäure-Infiltrationen in Knie und Hand zu teilen.
Persönlich bin ich überzeugt, dass individuelle Therapieansätze eine Chance verdienen – insbesondere dann, wenn sich die dadurch Beweglichkeit, Schmerzempfinden und Lebensqualität verbessern.
Passend zu dieser Denkweise habe ich den Begriff der ©Blumenstrauss-Therapie etabliert und finde, dass das Arthrose Selbstmanagements eine wesentliche Rolle im Behandlungspfad von Arthrose-Betroffenen spielen sollte.
Bei der Wahl der Behandlung spielen natürlich auch finanzielle Überlegungen eine Rolle. Schließlich geht es dabei um Kosten, die von den Krankenkassen nicht immer erstattet oder als Leistung anerkannt sind.
Es lohnt sich daher, die Vor- und Nachteile von Therapieangeboten abzuwägen und gegebenenfalls einen Versuch zu wagen. Aber und das ist wichtig, immer in Abstimmung mit fachärztlicher oder therapeutischer Betreuung.
Doch bevor man sich für oder gegen eine Therapie entscheidet, sollte man sich zunächst einen Überblick über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose-Infiltrationen verschaffen.
Dazu gibt es einen umfassenden Artikel im Arthrose Magazin. Im Beitrag Infiltrationen bei Arthrose und Gelenkschmerzen stellt Priv.-Doz. Dr. Ralf Rosenberger, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Praxis OrthoUnfall Tirol eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten der Injektionen bei Arthrose vor.
Infiltrationen mit Hyaluronsäure bei Arthrose
Als Arthrose-Betroffene habe ich mich ebenfalls mit dem Thema Infiltrationen auseinandergesetzt und mich für Hyaluronsäure-Injektionen entschieden.
Kurz zu meinen Beschwerden: Rhizarthrose in den Daumengelenken beidseits, vereinzelt Heberden- und Bouchardarthrose an den Fingermittel- und Endgelenken der rechten Hand und Interkarpalarthrose im rechten Handgelenk.
Mein persönlicher Blumenstrauß besteht in erster Linie aus konservativen Therapien.
Hinsichtlich Infiltrationen habe ich Erfahrung mit:
- Injektionen mit Kortison
- Kombi-Injektion mit Hyaluron und Kortison und Hyaluron
Hier geht es zu den Erfahrungsberichten.
- Infiltrationen in das Daumengelenk (Kortison und Hyaluron)
- Rhizarthose Schmerzen mit Infiltrationen behandeln (Kortison)
Alleinige Hyaluronsäure-Infiltrationen hatte ich bisher noch nicht, wollte das aber ausprobieren. Auslöser dafür war eine Sehnenruptur am Kleinfinger der rechten Hand.
Diese Verletzung blieb hartnäckig, äußerte sich in wiederkehrenden Schmerzen der Hand, Verlust von Beweglichkeit und wiederkehrender Sehnenscheidenentzündung.
Mein behandelnder Orthopäde, Priv.-Doz. Dr. Ralf Rosenberger, schlug daher vor, eine Hyaluronsäure-Infiltration auszuprobieren.
2021 erhielt ich schließlich in der Praxis OrthoUnfall Tirol eine Hyaluronsäure-Injektion mit OSTENIL® Tendon im Bereich des Handrückens, mit überraschend gutem Erfolg als Ergänzung zum bisherigen Therapieprogramm.
Schon nach wenigen Tagen stellte sich eine deutliche Besserung ein: Die Kraft insbesondere im Bereich der Mittelhand kehrte zurück. Die Hand spürte sich wieder normal an. Ich konnte wieder kraftvoll zugreifen und die Faust ballen. Auch die Schmerzen ließen nach der Behandlung spürbar nach.

Das Foto zeigt Barbara Egger-Spiess, Herausgeberin des Arthrose-Magazins kurz nach der Infiltration mit Hyaluronsäure in der Praxis OrthoUnfall Tirol im Juni 2022.
Nach dem therapeutischen Erfolg der ersten Infiltration mit OSTENIL® Tendon war für mich daher klar, dass ich weitere Behandlungen mit Hyaluronsäure in Anspruch nehmen und im Akutfall darauf zurückgreifen werde.
Im Juni 2022 stellten sich die beschriebenen Spannungsgefühle und Schmerzen an der rechten Hand wieder ein. Nach einer weiteren Infiltration mit Hyaluronsäure (OSTENIL® Tendon) wurden Geschmeidigkeit und Beweglichkeit der Hand wieder deutlich besser, auch der Spannungsschmerz reduzierte sich deutlich.
In den Jahren 2024 und 2026 entschied ich mich neuerlich für Hyaluronsäure-Infiltrationen. Nach sportbedingten Überbelastungsreaktionen im Knie erhielt ich eine Serie von drei Ostenil®-Injektionen jeweils im Abstand von einer Woche.
Nach Abschluss der Behandlung war ich jeweils wieder beschwerdefrei und konnte den Zustand meines Knies mit entsprechend angepasstem Krafttraining hervorragend konservieren. Diese Erfahrung ist persönlich und lässt sich nicht auf andere Erkrankungen oder Betroffene übertragen.
Die Injektionen in Hand und Knie waren übrigens auch nicht schmerzhaft. Priv.-Doz. Dr. Ralf Rosenberger weist darauf hin:
Hyaluron ist bei Arthrose in Kombination mit einer Sehnenverletzung, wie es bei der betroffenen Patientin der Fall war, auch die bessere Alternative, denn hier sollte kein Kortison zur Anwendung kommen.
Wird Hyaluronsäure in das Gelenk gespritzt, kommen niedermolekulare, hochmolekulare oder quervernetzte Hyaluronpräparate, die je nach Schwergrad in 1–5 Injektionen oder als Depotpräparate verabreicht werden, zum Einsatz.
Die Kosten für Infiltrationen mit Hyaluronsäure – dabei kommt es auf die Zahl der Anwendungen an – sollten sich in einem Rahmen zwischen etwa 300 bis 550 EUR bewegen.
Die Kosten werden von den öffentlichen Sozialversicherungsträgern in der Regel nicht übernommen, aber von der privaten Krankenversicherung erstattet. Unbedingt vorab bei den Versicherungspartnern erkundigen.
Infiltrationen bei Arthrose mit Hyaluronsäure Ostenil®
Mehr Informationen zum Thema bietet TBR Chemedica, Hersteller der therapeutischen Hyaluronsäure OSTENIL®.
Das in Genf ansässige Unternehmen mit Niederlassung in Österreich hat bereits vor über 20 Jahren begonnen, Hyaluronsäure-Produkte für die Orthopädie zur Behandlung von Arthrose zu entwickeln.
Die OSTENIL® Spritzen waren die ersten intraartikulären Hyaluronsäuren aus Fermentation auf dem deutschen und österreichischen Markt, die als Injektionen für alle Synovialgelenke zugelassen wurden.
Auch hinsichtlich der neuen Medizinproduktverordnungung (MDR) erfüllt OSTENIL® alle Anforderungen, wie Florian Palmer-Dörner, Managing Director TRB Chemedica Austria, bestätigt:
Die EU-Medizinprodukteverordnung definiert unter anderem die Risikoklassen neu, stellt strengere Anforderungen an Pharmaunternehmen und verlangt das regelmäßige Durchführen von Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit der Produkte. All dies wird zudem durch anspruchsvollere Überprüfungsprozesse gewährleistet.
Ich begrüße diese neue Verordnung und es freut mich besonders, dass TRB Chemedica Vorreiterin bei der Neu-Zertifizierung war und bereits vor Inkrafttreten alle OSTENIL®-Produkte den Zulassungsprozess durchlaufen haben.Mit dieser neuen Zulassung entsprechen wir erneut den hohen vorgeschriebenen Qualitätskriterien und können demnach die Verfügbarkeit unserer Produkte am Markt garantieren.
Aufgrund der exzellenten Datenlage zu OSTENIL® können unsere Hyaluronsäurespritzen weiterhin bei allen großen Gelenken, bei kleinen Gelenken und bei Sehnenbeschwerden eingesetzt werden.
TRB Chemedica informiert über Arthrose auf folgenden Kanälen:
Betroffene erhalten Antworten auf Fragen, wie:
- Was ist Arthrose?
- Was ist ein Synovialgelenk?
- Was ist die Aufgabe der Synovialflüssigkeit?
- Was geschieht im Synovialgelenk bei einer Arthrose?
- Was bewirkt die Hyaluronsäure?
- Wie wird eine Hyaluronsäure Behandlung durchgeführt?
Offenlegung: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit TRB Chemedica Austria entstanden. Die Infiltration mit Hyaluronsäure OSTENIL® Tendon in der Praxis OrthoUnfall Tirol hat die Autorin dieser Zeilen auf eigene Verantwortung und eigene Rechnung bezahlt und erhalten.
Hinweis: Die geteilten Informationen dienen der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzen keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung.
Redaktioneller Beitrag von Barbara Egger-Spiess, Gesundheitsjournalistin und Herausgeberin des Arthrose-Magazins.
Foto: Shutterstock









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