Arthrose

Arthroseschmerzen behandeln: Sind Infiltrationen schmerzhaft?

Arthroseschmerzen behandeln mit Infiltrationen: Mein erster Erfahrungsbericht und weshalb du einen neuen Salzstreuer brauchst.

Arthroseschmerzen mit Infiltrationen behandeln. Hast du das schon mal gemacht?  Ich schon. Insgesamt dreimal hat mein behandelnder Orthopäde beide Daumensattelgelenke infiltriert. Das war 2013, 2014 und 2015. Eine weitere Infiltration mit Kortison und Hyaluronsäure – durchgeführt von einem Knorpelspezialisten – erhielt ich 2017. 

Die Meinungen bezüglich Infiltrationen gehen auseinander. Risiken, Kosten und Nutzen müssen abgewägt werden. Deshalb ist eine umfassende Aufklärung seitens des behandelnden Arztes nötig. Infiltrationen in Gelenke sind u.a. mit folgenden Anwendungen möglich:

  • Kortison
  • Hyaluronsäure
  • Hyaluronsäure & Kortison
  • Eigenblut (Platelet Rich Plasma)
  • Eigenfett

Um abzuwägen, ob eine Behandlung deiner Arthroseschmerzen mit Infiltrationen für dich überhaupt infrage kommt, solltest du dich ärztlich aufklären lassen und umfassend informieren.

Edit 2020: Unter anderem setzen sich der NDR-Gesundheitsratgeber und Video-Visite Dr. Weigl mit den Risikofaktoren und Nutzen von Kortison-Infiltrationen auseinander. 

So hat Dr. Tobias Weigl zum Thema „Wenn Kortison schadet, statt nutzt bei Kniearthrose“ eine ausführliche Expertise erstellt. In diesem Video von 2017 nimmt Dr. Tobias Weigl zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien zu Injektionen mit Kortison Stellung.

 

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Persönlich habe ich Dr. Tobias Weigl von Video-Visite die Frage gestellt: Soll man sich Hyaluronsäure in das Gelenk spritzen lassen. Dr. Tobias Weigl hat nicht nur diese, sondern auch weitere Fragen aus meiner Arthrose Selbsthilfegruppe beantwortet. Im 2018 erschienenen Blogbeitrag über die ©Blumenstrauss Therapie erfährst du mehr darüber.

 

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Schau dir auch meinen aktuellen Blogbeitrag über Kortison-Infiltrationen bei Arthrose an. Ich nehme darin Bezug auf den am 7. Jänner 2020 ausgestrahlten  TV-Beitrag von NDR-Visite, der sich ausführlich mit dem Risiko und Nutzen von Kortison-Infiltrationen auseinandersetzt.

Kortison bei Arthrose: Nicht ohne Risiko

Arthroseschmerzen behandeln mit Infiltrationen: persönliche Entscheidung

Ob man seine Arthroseschmerzen mit Infiltrationen behandeln lässt, ist letztlich eine persönliche Entscheidung. Selbstverständlich nach umfassender ärztlicher Aufklärung.

Ich habe mich deswegen dafür entschieden, um ein Reset zu starten. Oder anders ausgedrückt, meine schmerzenden Daumensattelgelenke Entspannung und damit auch dem Schmerzgedächtnis eine erholsame Pause zu bieten.

Meine ersten Infiltrationen erhielt ich 2013, der zweite Durchgang erfolgte 2014. Die dritte Infiltration in beide Daumensattelgelenke – von der ich in diesem Blogbeitrag berichte – fand 2015 statt. 

Edit: Im Sommer 2017 habe ich eine „Spritztour nach Wien“ unternommen und ein weiteres Mal infiltriert. In diesem zweiten Blogbeitrag über Infiltrationen in das Daumengelenk beschreibe ich,

  • warum ich einen Knorpelspezialisten in Wien aufgesucht habe.
  • wie die Infiltration erfolgt ist und was infiltriert wurde.
  • wie es mir hernach ergangen ist.
  • und wie lange die Schmerzfreiheit angedauert hat.

Infiltrationen in das Daumengelenk: Mein Erfahrungsbericht

Arthroseschmerzen behandeln mit Infiltrationen: man darf keine Mimose sein

Es ist 2015. Aufgrund starker Schmerzen und aktivierter Arthrose rät mein behandelnder Orthopäde zur Infiltration. Ich sitze im Wartezimmer und bereite mich mental vor.

Aufgrund meiner Erfahrungen aus der ersten beiden Infiltrationen im Jahr 2013 und 2014 in beide Daumensattelgelenke, weiß ich: Das wird schmerzhaft.

Nun ich denke, ich bin keine Mimose. Doch sind Infiltrationen in ein schmerzendes Daumensattelgelenk schmerzhaft. Ich denke, allein schon deshalb, weil es sich hier um eine kleines, ja filigranes Gelenk handelt.

  • Bevor die Infiltration mit Kortison vorgenommen werden kann, zieht Orthopäde Dr. Thomas Achammer das Gelenk ein wenig auseinander. Vor dem Einspritzen werden auch die stärksten Schmerzpunkte ertastet. Auch das tut naturgemäß weh.
  • Wird die Nadel für die Infiltration gesetzt, ist eigentlich das Schlimmste schon vorüber. Da das Daumensattelgelenk filigran ist und wenig Hohlraum bietet, wird das Kortison-Präparat langsam infiltriert. Kann also nicht in einem Zug in das Daumengelenk gespritzt werden. 
  • Aus meiner Laien-Sicht erklärt, erfolgt der Vorgang der Infiltration deswegen in Etappen. Als Patienten merke ich genau, wie sich das Material seinen Weg bahnt. Im Daumengelenk steigt der Druck. 
  • Wenn nichts mehr „reingeht“, fühlt es sich an, als würde das Gelenk bald platzen. Das ist zwar nicht schmerzhaft, aber unangenehm. 

 

Persönlich von Rhizarthrose betroffen, habe ich Erfahrung mit Infiltrationen in das Daumensattelgelenk.

 

 

Rhizarthrose behandeln mit Infiltrationen

Eine Infiltration in das Daumensattelgelenk ist zugegeben ziemlich schmerzhaft.

 

 

Behandlung mit Infiltrationen bei Rhizarthrose

Die Infiltration erfolgt in Etappen. Es baut sich ziemlicher Druck im Daumensattelgelenk auf.

 

Arthroseschmerzen behandeln mit Infiltrationen: Das Ergebnis 

Eine Infiltration in das Daumensattelgelenk bietet nicht sofortige Schmerzfreiheit. Zumindest ist das bei mir der Fall. Kurz nach dem Eingriff beginnen die beiden Daumensattelgelenke über Nacht erst mal „zu arbeiten“. Übersetzt heißt das, sie schmerzen stärker als sonst. Das muss nicht generell so sein. Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten.

Doch die Reaktion der Daumengelenke auf die Infiltration lässt sich aushalten. Schließlich weiß ich, von den vorigen Infiltrationen, dass bald Linderung eintreten wird. Bei den ersten beiden Infiltrationen nach wenigen Tagen sogar komplette Schmerzfreiheit über einen längeren Zeitraum.

Bei dieser dritten Infiltration im Jahr 2015 tritt der erhoffte Erfolg leider nicht auf. Die Schmerzen sind deutlich besser! Eine längerfristige komplette Schmerzfreiheit, wie nach den ersten beiden Infiltrationen, gibt es diesmal aber leider nicht.

Arthroseschmerzen behandeln: Nutze Alltagshilfen! 

Um das Ergebnis einer Infiltration zu optimieren, ist es wichtig anschließend darauf zu achten, die Daumengelenke nicht zu überbeanspruchen. Zumindest habe ich persönlich diese Erfahrung gemacht. 

Ich erzähle dir ein Beispiel: Abends nach der Infiltration bereite ich daheim eine kleine Jause vor und versuche Salz auf Tomaten zu streuen. Mit einem Salzstreuer, an dem man händisch drehen muss. Das schmerzt.

Ich beschließe daher an diesem Abend, einen neuen Salzstreuer zu kaufen. Denn ich möchte das Ergebnis der Infiltration so gut wie möglich konservieren. Nicht falsch verstehen. Das hat jetzt nichts mit Überfürsorglichkeit zu tun. 

Doch es geht immer darum, die Daumen und Hände zu bewegen, aber nicht zu stark zu belasten. Diese Formel gilt übrigens für alle Gelenke!

Ich bin also am nächsten Tag in die Stadt gefahren und habe mir einen neuen Salzstreuer gekauft. Einen elektrischen Salzstreuer versteht sich. Wie schaut es bei dir zu Hause aus? Gibt es Alltagshilfen, die du einsetzt?

Im Blogbeitrag über meine ganz persönliche ©Blumenstrauss Therapie verrate ich dir meine wichtigsten Tipps, damit du im Alltag besser zurechtkommst. 

Arthrose am Daumen erschwert den Alltag

Achte also stets darauf. Jeder Handgriff, der im Alltag zur Erleichterung wird, ist eine gute Tat für deine Arthrose. Wenn du dich mit Rhizarthrose Betroffenen austauschen möchtest, dann trete meiner digitalen Selbsthilfegruppe Arthrose Forum Austria – Hilfe, Infos, Tipps bei!

 

Hinweis: Die hier geteilten Informationen sollen zur Stärkung der persönlichen Gesundheitskompetenz beitragen, ersetzen aber in keinem Fall die ärztliche Diagnose, Beratung und Behandlung.

Fotos: Egger und Adobe Stock

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