Arthroseschmerzen behandeln
Arthrose Tagebuch

Haste einen elektrischen Salzstreuer…

Warum die VOX-Sendung „Himmlisches Hotel“ Arthrose-Betroffene daran denken lassen sollte: „Haste einen elektrischen Salzstreuer, haste einen elektrischen Salzstreuer.“

Arthroseschmerzen behandeln. Es ist wieder einmal vollbracht. Das dritte Mal erst übrigens. Langjährige Arthrose-Betroffene können da sicherlich eine stolzere Bilanz vorweisen. Meine ist mickrig, ja klein, winzig und beinahe (noch) nicht der Rede wert. Ich spreche von den Infiltrationen. Meine erste erhielt ich 2013, die zweite 2014 und die dritte Infiltration im Juni 2015. „Einmal jährlich? Das wäre schön“, werden jetzt viele von euch Arthrose-Patienten einwenden.

Arthroseschmerzen behandeln

Die Infiltration meiner Daumengelenke ist zugegeben ziemlich schmerzhaft

Nun ja, wie oft und wie lange infiltriert wird in Kniegelenke, Hüften oder in meinem Fall in beide Daumengelenke, bis es zum Ersatz durch künstliche Gelenke oder Linderung durch verschieden (operative) Behandlungsmethoden kommt, das ist ein Thema, das auf diesem Blog sicher noch öfter besprochen werden wird. Gerne würden mich auch dazu eure Meinungen interessieren.

Jedes Mal nehme ich mir ganz fest vor, nicht zu heulen

Doch jetzt zu meinem dritten Mal heuer im Juni 2015. Unter Tränen und Schmerzen erfolgen die Spritzen in beide Daumengelenke. Und das obwohl ich mir diesmal ganz fest vorgenommen habe, nicht wieder zu heulen. Keine Chance. Das Daumengelenk muss vor dem Einspritzen zuerst ein wenig auseinandergezogen werden, die stärksten Schmerzpunkte ertastet werden. Das tut schon mal höllisch weh. Der erste Einstich setzt noch eines oben drauf. Da beginne ich schon zu Hecheln, leise versteht sich. Die Tränen schießen quer aus den Augen. Lassen sich einfach nicht aufhalten.

Arthroseschmerzen behandeln

Wenige Male erst habe ich meine Daumengelenke mit Infiltrationen behandeln lassen.

Arthroseschmerzen behandeln: Wenn die Nadel, die tatsächlich sehr, sehr dünn ist, endlich drin ist, ist das Schlimmste schon vorbei. Das Schmerzmittel oder Infiltrationsgemisch kann nicht in einem Zug in das Daumengelenk gespritzt werden. Dafür ist das Gelenk zu klein bzw. zu wenig Hohlraum vorhanden. Das geht nur in Etappen und da baut sich enormer Druck beim Hineinspritzen auf. Ist zwar jetzt nicht sooo schmerzhaft, aber macht das Ganze auch nicht leichter.

Arthroseschmerzen behandeln

Es gibt unterschiedliche Salzstreuer. Keine Frage. Ein elektrischer macht bei Arthroseschmerzen in den Daumen und Fingergelenken mehr Freude

Später zuhause beginnen die beiden Daumengelenke zu arbeiten. Übersetzt heißt das, sie schmerzen mehr als je zuvor. Doch es ist auszuhalten. Schließlich weiß ein jeder Arthrose-Betroffene(r), dass Infiltration Linderung und bei dem einen oder anderen sogar über einen Zeitraum komplette Schmerzfreiheit bringen. Bei mir sollte die Linderung bereits wenige Tage später eintreten. Komplette Schmerzfreiheit, wie nach den ersten beiden Infiltrationen, gibt es diesmal leider nicht.

Ich beschließe in die Stadt zu fahren und einen elektronischen Salzstreuer zu kaufen

Am selben Abend bereite ich eine Jause zu und versuche Salz auf Tomaten zu streuen. Mit einem Salzstreuer, bei dem man an der Öffnung drehen muss. Wer ebenfalls an Rhizarthrose leidet, kennt das ja. Viele, ja fast alle natürlichen und auch einfachsten Bewegungsabläufe, bei denen man z.B. Gegenstände berührt oder mit ihnen hantieren muss, sind für Menschen mit Rhizarthrose zum einen schmerzhaft und zum anderen kaum durchfürbar. So auch einen lächerlichen Salzstreuer bedienen. Daher beschließe ich: „Ich fahre morgen in die Stadt und besorge elektrische Salz- und Pfefferstreuer.“ Warum sich das Leben nicht einfacher machen? Schon besser gelaunt, kommt mir die VOX-Sendung „Das himmlische Hotel“ in den Sinn.

Ich bin kein Arthrose-Depp, der sich nicht zu helfen weiß

Kennt ihr die? Schon mal geguckt? Ich schaue sie mir manchmal an, weil sie dem Nachwuchs so gut gefällt. Eigentlich finde ich sie auch gut. Wer in einem Tourismusland wie Tirol aufgewachsen ist, muss die Sendung einfach gut finden. Es geht in der Sendung darum, dass sich jeweils vier Hoteliers eine Woche lang darum matchen, wer das beste Hotel führt. Bei Kritik, fehlender Sauberkeit, Mängel, etc. gibt’s Punkteabzug. So auch in der Sendung, in der ein Hotelier, das Zimmer des gegnerischen Hotels auf Herz und Nieren testet und keine Minibar vorfindet. Der Kommentar des Hoteliers dazu fällt entsprechend und auf den Punkt gebracht aus: „Haste keine Minibar, haste keine Minibar. Das ist so wie, haste kein iPhone, haste kein iPhone.“ Stimmt. Haste keinen elektrischen Salzstreuer, haste keinen elektrischen Salzstreuer. Bist also ein Arthrose-Depp, der sich nicht zu helfen weiß.

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