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Arthrose und deine Health Literacy: Verbessere sie!

zuletzt aktualisiert am by tirolturtle

Arthrose und deine Health Literacy. Je mehr du über Arthrose weisst und je gesicherter deine Informationen sind, umso bunter wird dein Blumenstrauss.

Arthrose und deine Health Literacy – was hat das mit meinem Blog zu tun? Ich verrate es dir. Vor zwei Jahren – im Oktober 2015 – ging mein Blog online. Als Arthrose-Betroffene und erfahrene Journalistin, blogge ich seither über das Thema Arthrose und versuche dazu beizutragen, dass das Thema mehr Sichtbarkeit bekommt.

In der öffentlichen Wahrnehmung und vor allem im sozialen Umfeld Betroffener wird Gelenkabnutzung häufig lediglich als Alters- oder Verschleißerscheinung definiert. Dadurch fehlen mitunter Verständnis und Mitgefühl. 

Auch werden Gelenkprobleme und Gelenkschmerzen in Folge von Arthrose oft auch einzig als Ergebnis von zu wenig Bewegung, Übergewicht oder falscher Ernährung und Lebensstil interpretiert.

Das wiederum führt dazu, dass sich Betroffene zurückziehen. Wegen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen findet weniger soziale Teilhabe statt.

Ich kenne das aus Gesprächen mit Betroffenen, wenn sie ihr Bedauern ausdrücken, nicht mehr mit Familie oder Freunden wandern gehen zu können. „Die gehen viel zu schnell. Da kann ich nicht mithalten.“

Oder wenn mir Betroffene erzählen, dass sie sich schämen, wenn sie mit Familie oder Freunden ein Restaurant besuchen. „Ich habe nach längerem Sitzen Anlaufschwierigkeiten beim Aufstehen. Ich muss abwarten, bis meine Knie wieder funktionieren und ich gehen kann.“ 

Deshalb gilt: Je mehr du über Arthrose weisst und je gesicherter deine Informationen sind, umso bunter wird dein Blumenstrauss und umso besser deine Health Literacy.

Was es damit auf sich hat? Damit Betroffene ihr Arthrose Selbstmanagement stärken, habe ich den Begriff der ©Blumenstrauss Therapie etabliert.

Der Blumenstrauss ist eine Metapher dafür, dass sich Betroffene ihren Blumenstrauß in Form eines individuelles ganz persönliches Maßnahmenpaket pflücken. Das kann die Ausschöpfung der gesamten Bandbreite an konservativen Behandlungsmöglichkeiten bis hin zu operativen Therapien bedeuten. 

Je besser informiert, umso bunter kann dieser Blumenstrauss ausfallen. 

Wie kannst du deine Health Literacy stärken?

Mit meinem Blog möchte ich dir helfen, deine Health Literacy zu stärken. Als selbst Betroffene und erfahrene Journalistin, recherchiere ich relevante Informationen zu Arthrose und bereite diese für dich auf. Weißt du eigentlich, was Health Literacy bedeutet?

Health Literacy ist die Fähigkeit Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und im Alltag anzuwenden.

Demnach versuche ich Gesundheitsinformationen zum Thema Arthrose in meinen Blogbeiträgen stets so zu verpacken, dass sie von dir auch verstanden werden.

Welche Informationsquellen du auch immer bevorzugst, an erster Stelle sollte immer das Arztgespräch stehen. Darüber hinaus kannst du dich über Medien, Sachbücher, Zeitschriften, Online, in Selbsthilfeforen oder Selbsthilfetreffs informieren.

Eine Anlaufstelle zur Erstinformation und Austausch über Arthrose bietet meine 2016 gegründete Plattform Arthrose Forum Austria.

Wenn du dich in einem seriösen Umfeld mit anderen Betroffenen austauschen möchtest, trete meiner digitalen Selbsthilfegruppe bei. Arthrose Forum Austria – Hilfe, Infos, Tipps ist Österreichs erste digitale Arthrose Selbsthilfegruppe und wird von mir persönlich moderiert. 

Wenn du mehr über von mir organisierte Selbsthilfetreffen erfahren möchtest, dann melde dich für meinen Newsletter an oder schicke mir eine Mail an info@arthroseforumaustria.at.

Wenn du dich Online über Arthrose informieren möchtest, dann habe ich in diesen Blogbeiträgen einige Tipps für dich: 

 

Unterscheide seriöse von nicht seriösen Informationen!

Wenn du von Arthrose betroffen bist, stellst du dir vielleicht einiger dieser Fragen:

  • Was kann ich gegen die Schmerzen tun?
  • Was verursacht den Knorpelabbau und kann Knorpel nachwachsen?
  • Soll ich schmerzlindernde Medikamente nehmen?
  • Wie lange kann ich die OP für ein künstliches Gelenk hinaus zögern?
  • Was kann ich in Sachen Ernährung tun? Ist eine Umstellung nötig?
  • Welche konservativen Therapieformen gibt es?
  • Helfen Gewürze tatsächlich bei Arthrose?
  • Was gibt es Neues in der Arthroseforschung
  • etc.

 

Arthrose und deine Health Literacy: Auf Fake-News Acht geben!

Als Betroffene(r) solltest du darauf achten, dass du auf keine unseriösen Antworten und Angebote herein fällst!

Nicht zuletzt wegen der immensen Bandbreite an Arthrose Therapien und Behandlungsmöglichkeiten, fällt es oft gar nicht so leicht, seriöser von nicht seriöser Information zu unterscheiden. Gib deshalb auf Fake-News acht!

Damit beschäftigt sich auch der EUFEP Kongress 2020, der am 16. Jänner in Burg Perchtoldsdorf in Niederösterreich stattfindet. Das Generalthema lautet: (Un)seriöse Gesundheitsinformationen erkennen, verstehen, entscheiden.

EUFEP – Das Europäische Forum für evidenzbasierte Prävention – ist eine internationale Plattform über Best Practices bei evidenzbasierten Präventionsprogrammen. Ziel von EUFEP ist es, eine internationale Plattform für dauerhaften Austausch in der Präventionsmedizin und Gesundheitsförderung zu etablieren.

Expert*innen gehen der Frage nach, woran man Fake-News erkennt und was tun, wenn Betroffene mit irreführenden Darstellungen von Gesundheitsrisiken konfrontiert sind.

Damit hochwertige medizinische Informationen gewährleistet sind und du dich im Dschungel der medizinischen Informationen besser zurecht findest, kannst du auf den folgenden Portalen überprüfen, inwieweit eine Information verlässlich ist:

 

  1. Die Webseite Medizin-transparent.at überprüft medizinische Behauptungen aus Werbung, Print- und Online-Medien sowie gängige Gesundheitsmythen auf ihre wissenschaftliche Haltbarkeit. Die Ergebnisse werden in für Laien leicht verständlichen Beiträge veröffentlicht. Ein Großteil der Beiträge basiert auf Leser-Anfragen.
  2. Das Team von MedWatch scannt das Netz nach gefährlichen und unseriösen Heilungsversprechen. Einen Schwerpunkt bilden Recherchen aus der Grauzone des Netzes, in der vermeintliche Heiler ihre Wunder anbieten.
  3. Die EVI-Box ist ein Projekt des Instituts für Allgemeinmedizin und evidenzbasierter Versorgungsforschung der Medizinischen Universität Graz in Kooperation mit dem Gesundheitsfonds Steiermark 
  4. Herausgeber der Gesundheitsinformationen ist das deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Gesundheitsinformation.de soll helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
  5. Das Deutsche Gesundheitsportal stellt kompakte Ergebnisse zu aktuellen wissenschaftlichen Studien und Forschung zu neuen Therapiemöglichkeiten bereit.

 

 

Hinweis: Die hier geteilten Informationen sollen zur Stärkung der persönlichen Gesundheitskompetenz beitragen, ersetzen aber in keinem Fall die ärztliche Diagnose, Beratung und Behandlung.

Foto: Adobe Stock

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