Arthrose und Kortison: wie hoch ist das Risiko
Arthrose

Kortison bei Arthrose: Nicht ohne Risiko

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Zuletzt aktualisiert am 18. August 2026 von tirolturtle

Kortison bei Arthrose kann Schmerzen und entzündliche Beschwerden kurzfristig lindern. Vor allem wiederholte Injektionen werden jedoch kritisch diskutiert.

Kortison bei Arthrose gehört seit vielen Jahren zu den eingesetzten Injektionstherapien. Dabei wird ein Kortikosteroid direkt in das betroffene Gelenk gespritzt, vor allem zur kurzfristigen Linderung von Schmerzen und entzündlichen Beschwerden.

Gleichzeitig werden Kortison-Injektionen heute differenzierter betrachtet als noch vor einigen Jahren. Diskutiert werden vor allem mögliche Auswirkungen wiederholter Anwendungen auf Knorpel und andere Gelenkstrukturen. Auch die Frage, wie häufig infiltriert werden sollte und bei welchen Beschwerden Kortison tatsächlich sinnvoll ist, spielt eine Rolle.

Dieser Beitrag erschien erstmals 2020. Ausgangspunkt waren damals auch meine persönlichen Erfahrungen mit Kortison-Infiltrationen bei Rhizarthrose und Fingerarthrose. Seither sind neue Studien und Empfehlungen hinzugekommen – und auch die Möglichkeiten der Injektionstherapie bei Arthrose haben sich deutlich weiterentwickelt.

Die Frage lautet deshalb heute nicht nur: Hilft Kortison bei Arthrose?

Sondern auch: Wann kann eine Kortison-Injektion sinnvoll sein – und wo liegen ihre Grenzen?

Was Kortison im Gelenk bewirkt

Umgangssprachlich wird meist von Kortison gesprochen. Medizinisch handelt es sich um Glukokortikoide beziehungsweise Kortikosteroide – stark entzündungshemmende Wirkstoffe, die in unterschiedlichen Präparaten und Dosierungen eingesetzt werden.

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Was hilft bei Kniearthrose?

Bei einer intraartikulären Injektion wird das Medikament direkt in das Gelenk eingebracht.

Das Ziel ist nicht, die Arthrose zu heilen oder verlorenen Gelenkknorpel wiederherzustellen. Kortison soll vor allem Entzündungsprozesse hemmen und dadurch Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkungen reduzieren.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu manchen anderen Injektionstherapien.

Hyaluronsäure soll unter anderem die Eigenschaften der Gelenkflüssigkeit unterstützen. PRP und ACP setzen auf körpereigene Blutbestandteile und werden hinsichtlich möglicher biologischer Wirkungen untersucht. Kortison dagegen ist in erster Linie eine stark entzündungshemmende und symptomatische Behandlung.

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Wie gut hilft Kortison bei Arthrose?

Die Antwort fällt zunächst recht eindeutig aus: Kortison kann helfen – aber meistens nicht dauerhaft.

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Aktuelle Leitlinien sehen intraartikuläre Kortison-Injektionen weiterhin als mögliche Behandlung bei Arthrose. Die britische NICE-Leitlinie empfiehlt, sie dann in Betracht zu ziehen, wenn andere medikamentöse Möglichkeiten nicht ausreichend helfen oder ungeeignet sind. Eine kurzfristige Schmerzlinderung kann außerdem sinnvoll sein, wenn dadurch beispielsweise Bewegungstherapie wieder besser möglich wird.

NICE nennt eine typische Wirkungsdauer von etwa zwei bis zehn Wochen.

Auch eine große multidisziplinäre Leitlinie zur Sicherheit von Kortikosteroid-Injektionen aus dem Jahr 2025 kommt zu dem Ergebnis, dass intraartikuläres Kortison Schmerzen kurzfristig lindern kann. Je nach Situation reicht die Wirkung von einigen Wochen bis zu wenigen Monaten.

Das deckt sich auch mit meiner eigenen Erfahrung: Die Wirkung war spürbar, aber zeitlich begrenzt.

Genau darin liegt eine der Stärken und gleichzeitig eine der Grenzen der Behandlung.

Kortison kann ein Zeitfenster schaffen, in dem Schmerzen geringer sind und Bewegung wieder leichter möglich wird. Eine langfristige Lösung für die Arthrose ist die Injektion jedoch nicht.

Kortison wirkt schnell – aber Bewegung bleibt entscheidend

Gerade bei stärkeren Beschwerden kann eine rasche Schmerzlinderung viel wert sein. Wer aufgrund von Schmerzen kaum mehr belastet oder bewegt, gerät leicht in einen ungünstigen Kreislauf: weniger Bewegung, weniger Muskelkraft und damit möglicherweise weitere funktionelle Einschränkungen.

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Arthose Wochen 2026

Eine Injektion sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden.

NICE weist ausdrücklich darauf hin, dass Kortison auch eingesetzt werden kann, um therapeutische Bewegung zu unterstützen.

Wie wichtig diese längerfristigen Maßnahmen sind, zeigte unter anderem eine randomisierte Studie im New England Journal of Medicine. Darin schnitt Physiotherapie bei Menschen mit Kniearthrose nach einem Jahr besser ab als eine Behandlungsstrategie mit Glukokortikoid-Injektionen.

Das bedeutet nicht, dass eine Kortison-Injektion grundsätzlich falsch ist. Es zeigt vielmehr, dass die schnelle Schmerzlinderung und die langfristige Behandlung der Arthrose zwei unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Bewegung, Muskelaufbau, Gewichtsmanagement, Physiotherapie und Selbstmanagement bleiben deshalb zentrale Bestandteile der Arthrosebehandlung.

In meiner persönlichen ©Blumenstrauß-Therapie habe ich Infiltrationen immer genau so verstanden: als einen möglichen Baustein unter mehreren – und nicht als alleinige Behandlung der Arthrose.

Schadet Kortison dem Gelenkknorpel?

Diese Frage hat die Diskussion über Kortison-Injektionen in den vergangenen Jahren stark geprägt.

Besonders häufig wird dabei eine 2017 im Fachjournal JAMA veröffentlichte Studie von Timothy McAlindon und Kollegen zitiert.

Untersucht wurden 140 Menschen mit Kniearthrose und Zeichen einer Synovitis. Eine Gruppe erhielt über zwei Jahre alle zwölf Wochen 40 Milligramm Triamcinolon direkt ins Knie, die Vergleichsgruppe eine Kochsalzlösung.

Das Ergebnis sorgte für Aufsehen: Die regelmäßig mit Kortison behandelte Gruppe verlor mehr Knorpelvolumen. Gleichzeitig zeigte sich beim Schmerz kein wesentlicher Vorteil gegenüber der Kochsalzgruppe.

Aus dieser Studie entstand teilweise die verkürzte Botschaft: „Kortison zerstört den Knorpel.“

So einfach lässt sich das Ergebnis allerdings nicht übertragen.

Untersucht wurde keine einzelne Kortison-Injektion bei einem akuten Beschwerdeschub, sondern eine festgelegte wiederholte Behandlung alle drei Monate über zwei Jahre.

Genau diese Unterscheidung ist wichtig.

Die Sorge um mögliche strukturelle Auswirkungen ist dennoch nicht verschwunden. Die 2025 veröffentlichte multidisziplinäre Sicherheitsleitlinie zu Kortikosteroid-Injektionen bewertet wiederholte intraartikuläre Injektionen als mit einem geringen Knorpelverlust verbunden, wobei das Risiko mit höherer Dosis und längerer beziehungsweise wiederholter Anwendung steigen kann.

Deshalb lautet die Konsequenz heute nicht: niemals Kortison.

Sie lautet vielmehr: so gezielt wie möglich, in möglichst niedriger wirksamer Dosis und wiederholte Injektionen kritisch abwägen.

Wie oft darf Kortison in ein Gelenk gespritzt werden?

Gerade dazu gibt es erstaunlicherweise keine einfache Zahl, die für alle Menschen und alle Gelenke gilt.

Die optimale Häufigkeit und die maximale Zahl von Kortison-Injektionen werden weiterhin diskutiert.

In einer Befragung amerikanischer Hüft- und Kniechirurgen wurde zwischen wiederholten Injektionen häufig ein Mindestabstand von drei Monaten eingehalten. Die aktuelle Sicherheitsleitlinie empfiehlt abhängig von Situation und Wirkstoff einen Mindestabstand von mehreren Wochen bis zu drei Monaten und betont gleichzeitig, dass möglichst große Abstände zwischen wiederholten Injektionen sinnvoll sind.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Zahl der Spritzen.

Eine Rolle spielen unter anderem:

  • welches Gelenk behandelt wird
  • welches Kortisonpräparat und welche Dosis eingesetzt werden
  • wie stark und wie lange die vorherige Injektion geholfen hat
  • wie häufig Beschwerden wiederkehren
  • welche Begleiterkrankungen bestehen
  • welche anderen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen
  • ob eine Operation geplant ist

Wenn eine Injektion kaum oder immer kürzer hilft, stellt sich zudem die Frage, ob weitere Injektionen überhaupt noch sinnvoll sind.

Welche Risiken haben Kortison-Injektionen?

Jede Gelenkinjektion ist ein medizinischer Eingriff. Neben den Wirkungen des Kortisons bestehen deshalb auch Risiken, die mit der Injektion selbst zusammenhängen.

Mögliche unerwünschte Wirkungen sind unter anderem vorübergehende Schmerzen oder eine stärkere Reaktion des Gelenks nach der Injektion. Möglich sind außerdem Veränderungen der Hautpigmentierung oder eine lokale Rückbildung von Fettgewebe an der Einstichstelle.

Kortikosteroide können zudem systemische Effekte haben. Dazu gehören beispielsweise ein vorübergehender Anstieg des Blutzuckers und eine zeitweise Beeinflussung der körpereigenen Kortisolproduktion.

Vor allem bei wiederholten und höher dosierten Injektionen werden mögliche Auswirkungen auf Knorpel und Knochen diskutiert.

Gelenkinfektionen sind selten – aber ernst zu nehmen

Einen großen Teil meines ursprünglichen Artikels aus dem Jahr 2020 nahm ein Beitrag des NDR-Gesundheitsmagazins Visite ein. Darin wurden mehrere Menschen vorgestellt, bei denen es nach Gelenkinjektionen zu schweren bakteriellen Infektionen gekommen war.

Solche Fälle sind eindrücklich – sie können aber auch einen falschen Eindruck über die Häufigkeit vermitteln.

Nach heutigem Wissensstand sind Gelenkinfektionen nach intraartikulären Injektionen selten. Das American College of Rheumatology bezeichnet Infektionen nach Gelenkinjektionen als sehr selten.

Das bedeutet allerdings nicht, dass sie harmlos wären.

Eine septische Arthritis ist ein medizinischer Notfall. Bakterien können das Gelenk erheblich schädigen und eine rasche Behandlung notwendig machen.

Deshalb ist eine hygienisch korrekte und sterile Durchführung der Injektion entscheidend.

Treten nach einer Gelenkinjektion zunehmende starke Schmerzen, deutliche Schwellung, Überwärmung, Rötung oder Fieber auf, sollte das rasch ärztlich abgeklärt werden.

Der alte NDR-Beitrag hatte damit in einem wichtigen Punkt recht: Eine mögliche Gelenkinfektion darf nicht abgewartet werden.

Heute würde ich diese Gefahr allerdings anders einordnen als damals: selten, aber ernst.

Kortison und Diabetes: Blutzucker im Blick behalten

Ein weiterer Punkt ist für Menschen mit Diabetes besonders relevant.

Kortikosteroide können den Blutzuckerspiegel vorübergehend erhöhen. Das gilt auch für intraartikuläre Injektionen, obwohl das Medikament direkt ins Gelenk gespritzt wird.

Eine aktuelle Expertenempfehlung zur Anwendung von Glukokortikoid-Injektionen bei Kniearthrose empfiehlt deshalb insbesondere bei schlecht eingestelltem Diabetes eine engmaschigere Kontrolle des Blutzuckers in den ersten Tagen nach der Injektion.

Dieser Unterschied kann auch eine Rolle spielen, wenn verschiedene Injektionstherapien gegeneinander abgewogen werden.

Hyaluronsäure verursacht diesen kortisonbedingten Blutzuckeranstieg beispielsweise nicht.

Weiterlesen: Hyaluronsäure bei Arthrose – zwischen Kritik und neuer Evidenz

Hyaluronsäure bei Arthrose: Zwischen Kritik und neuer Evidenz

Kortison kurz vor einer Gelenkprothese: Warum der Zeitpunkt wichtig ist

Ein Punkt, der in meinem ursprünglichen Artikel überhaupt keine Rolle spielte, wird heute wesentlich stärker beachtet: der zeitliche Abstand zwischen einer Kortison-Injektion und einem geplanten Gelenkersatz.

Mehrere Untersuchungen und Meta-Analysen weisen darauf hin, dass Kortison-Injektionen in das betroffene Gelenk kurz vor einer Knie- oder Hüftendoprothese mit einem erhöhten Risiko für eine periprothetische Gelenkinfektion verbunden sein können.

Besonders kritisch erscheint ein Zeitraum von weniger als drei Monaten.

Eine Meta-Analyse zu Knieendoprothesen mit mehr als 100.000 zuvor mit Kortison behandelten Patientinnen und Patienten zeigte ein erhöhtes Infektionsrisiko, wenn die Injektion innerhalb von drei Monaten vor der Operation erfolgt war.

Auch aktuelle Empfehlungen greifen diesen Zusammenhang auf.

Steht eine Knie-, Hüft- oder andere Gelenkersatzoperation bevor, sollte deshalb unbedingt mit dem behandelnden Team besprochen werden, ob und wann zuvor noch eine Kortison-Injektion sinnvoll ist.

Kniearthrose ist nicht Handarthrose

Bei der Bewertung von Kortison-Injektionen muss noch etwas berücksichtigt werden: Ein großer Teil der wissenschaftlichen Daten stammt aus Untersuchungen zur Kniearthrose.

Diese Erkenntnisse lassen sich nicht automatisch auf jedes andere Gelenk übertragen.

Das ist für mich persönlich besonders relevant, denn meine eigenen Kortison-Erfahrungen betreffen nicht das Knie, sondern die Hand.

Bei Handarthrose unterscheidet die europäische Fachgesellschaft EULAR beispielsweise zwischen Arthrose des Daumensattelgelenks und schmerzhaften Interphalangealgelenken.

Intraartikuläre Glukokortikoide werden bei Handarthrose grundsätzlich nicht routinemäßig empfohlen. Bei schmerzhaften Fingerzwischen- beziehungsweise Fingergelenken können sie jedoch in bestimmten Situationen erwogen werden.

Für die Daumensattelgelenksarthrose konnte ein überzeugender Vorteil gegenüber Placebo in den von EULAR berücksichtigten Untersuchungen dagegen nicht bestätigt werden.

Das zeigt sehr schön, warum pauschale Aussagen wie „Kortison hilft bei Arthrose“ oder „Kortison sollte man bei Arthrose nicht verwenden“ zu kurz greifen.

Es macht einen Unterschied, welches Gelenk betroffen ist und welche Situation behandelt werden soll.

Meine Erfahrungen mit Kortison bei Rhizarthrose und Fingerarthrose

Meine eigenen Erfahrungen liegen inzwischen viele Jahre zurück beziehungsweise verteilen sich über einen längeren Zeitraum.

Ich habe Kortison nie regelmäßig in kurzen Abständen infiltrieren lassen. Die Injektionen kamen für mich dann infrage, wenn die Beschwerden besonders stark waren und andere Maßnahmen nicht ausreichend geholfen haben.

Die Infiltrationen in das schmale Daumensattelgelenk empfand ich als ziemlich schmerzhaft. Die Wirkung danach war für mich allerdings deutlich spürbar.

Auch aufgrund starker Beschwerden im Mittelgelenk meines Ringfingers bei Bouchardarthrose habe ich später nochmals eine Kortison-Infiltration erhalten.

Komplikationen oder Infektionen traten bei meinen Behandlungen nicht auf.

Rückblickend würde ich meine damaligen Erfahrungen deshalb auch heute nicht als Argument gegen Kortison betrachten.

Was sich verändert hat, ist vielmehr mein Blick auf die Möglichkeiten.

Als ich diesen Artikel 2020 erstmals geschrieben habe, war meine persönliche Auswahl an Injektionstherapien noch wesentlich überschaubarer. Inzwischen habe ich mich intensiv mit Hyaluronsäure, PRP und ACP, unterschiedlichen Injektionsverfahren sowie neuen Kombinationspräparaten beschäftigt und einige Verfahren auch selbst ausprobiert.

Heute würde ich deshalb nicht mehr fragen: „Kortison – ja oder nein?“

Die Frage wäre vielmehr: Welche Behandlung passt in der jeweiligen Situation zum betroffenen Gelenk, zu den Beschwerden und zum Behandlungsziel?

Kortison, Hyaluronsäure oder PRP?

Genau hier wird die moderne Injektionstherapie komplex.

Kortison kann vergleichsweise schnell entzündungshemmend wirken, seine Wirkung ist jedoch in der Regel zeitlich begrenzt.

Hyaluronsäure wird wissenschaftlich kontrovers beurteilt. Neuere europäische Expertenpapiere sehen sie bei ausgewählten Patientinnen und Patienten differenzierter als einige internationale Leitlinien.

PRP und ACP wiederum gehören zu den biologischen Injektionstherapien und werden vor allem bei Kniearthrose intensiv untersucht. Auch hier ist die Studienlage nicht in allen Punkten eindeutig, und PRP ist nicht gleich PRP.

Und inzwischen werden die Verfahren sogar miteinander kombiniert.

Ein Beispiel sind Präparate aus Hyaluronsäure und Kortison. Die Idee dahinter: Das Kortikosteroid soll relativ rasch entzündungshemmend wirken, während die Hyaluronsäure andere Eigenschaften der Gelenkumgebung unterstützen soll.

Auch Kombinationen von Hyaluronsäure mit PRP, Chondroitinsulfat, Sorbitol oder Liposomen sind inzwischen verfügbar beziehungsweise Gegenstand der Forschung.

Weiterlesen: Kombi-Injektionen bei Arthrose – was Hyaluron mit PRP, Chondroitin oder Kortison leisten kann

Kombi-Injektionen bei Arthrose: Was Hyaluron mit PRP, Chondroitin oder Kortison leisten kann

Kortison weder verteufeln noch verharmlosen

Mein Blick auf Kortison hat sich seit der ersten Veröffentlichung dieses Artikels verändert.

Nicht, weil meine damaligen positiven Erfahrungen plötzlich falsch wären. Und auch nicht, weil die Risiken verschwunden wären.

Vielmehr ist die wissenschaftliche Einordnung differenzierter geworden.

Kortison kann bei Arthrose eine wirksame Möglichkeit sein, Schmerzen und entzündliche Beschwerden kurzfristig zu lindern. Gerade bei ausgeprägten Beschwerden kann diese schnelle Wirkung hilfreich sein und beispielsweise ermöglichen, Bewegung und Therapie wieder aufzunehmen.

Gleichzeitig ist Kortison keine Therapie, die Arthrose heilt oder verlorenen Knorpel wiederherstellt.

Vor allem häufige und über längere Zeit wiederholte Injektionen sollten kritisch betrachtet werden. Mögliche Auswirkungen auf Knorpel und andere Gelenkstrukturen, vorübergehende systemische Wirkungen und der richtige Zeitpunkt vor einer geplanten Operation gehören heute zu einer vernünftigen Nutzen-Risiko-Abwägung.

Für meine persönliche ©Blumenstrauß-Therapie bedeutet das weiterhin: Es gibt nicht die eine Behandlung, die für jede Phase und jedes Gelenk richtig ist.

Kortison kann einer dieser Bausteine sein.

Aber eben: nicht ohne Risiko – und nicht ohne guten Grund.

Weiterlesen zum Thema Injektionen bei Arthrose

Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzen keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung.

Redaktioneller Beitrag von Barbara Egger-Spiess, Gesundheitsjournalistin und Herausgeberin des Arthrose-Magazins.

Foto: Adobe Stock

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