Was Hyaluron mit PRP, Chondroitin oder Kortison leisten kann
Arthrose

Kombi-Injektionen bei Arthrose: Was Hyaluron mit PRP, Chondroitin oder Kortison leisten kann

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Zuletzt aktualisiert am 28. Juli 2026 von tirolturtle

Neben klassischen Hyaluronsäure-Injektionen gibt es mittlerweile auch Kombinationspräparate mit PRP, Chondroitin oder Kortison.

In der Orthopädie zählen Injektionen zu den etablierten Methoden zur Behandlung von Arthrose-Schmerzen – besonders bei Kniearthrose. Klassische Präparate enthalten meist Hyaluronsäure oder Kortison, zunehmend kommen auch plättchenreiches Plasma (PRP) zum Einsatz.

Mittlerweile geht die Entwicklung jedoch weiter: Moderne Kombinationspräparate verbinden Hyaluron etwa mit PRP, Chondroitin, Kortison oder Liposomen. Daneben gibt es weitere Injektionspräparate, beispielsweise auf Basis von Kollagenhydrolysat.

Dieser Beitrag gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten Präparate, deren Wirkmechanismen und mögliche Einsatzbereiche.

Übersicht zu Injektionspräparaten bei Arthrose

 

Hyaluronsäure (HA) + Kortison

Wirkung: Kortison wirkt entzündungshemmend, Hyaluronsäure soll die Gleitfähigkeit im Gelenk unterstützen.

Beispiel / Anbieter:

  • Cingal® (Anika Therapeutics) – Einmalinjektion aus quervernetzter Hyaluronsäure und dem Kortikosteroid Triamcinolonhexacetonid.

Hyaluronsäure + Chondroitinsulfat

Wirkung: Hyaluronsäure soll die Gleitfähigkeit im Gelenk unterstützen; Chondroitinsulfat wird mit dem Ziel eingesetzt, die Knorpelstruktur zusätzlich zu unterstützen.

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Was hilft bei Kniearthrose?

Beispiele / Anbieter:

  • Arthrum HCS® (LCA Pharmaceutical)
  • ViscoPlus® Matrix (BioMedical B. Baumann)

Hyaluronsäure + PRP (plättchenreiches Plasma)

Wirkung: Hyaluronsäure soll die Gleitfähigkeit im Gelenk unterstützen, PRP bringt körpereigene Blutplättchen und deren Wachstumsfaktoren in die Behandlung ein.

Beispiele / Anbieter:

  • Monoshot™ HA+PRP (Biovico)
  • Cellular Matrix® (RegenLab) – ermöglicht die Aufbereitung von körpereigenem PRP in Kombination mit unvernetzter Hyaluronsäure zur intraartikulären Anwendung bei Kniearthrose.

Hyaluronsäure + Liposomen

Wirkung: Hyaluronsäure und synthetische Liposomen sollen gemeinsam die Gleitfähigkeit im Gelenk verbessern. Die Liposomen interagieren dabei auch mit Lubrizin, einem körpereigenen Protein, das an der Schmierung der Gelenkoberflächen beteiligt ist.

Beispiel / Anbieter:

  • Lipotris™ (Implai) – Kombi-Injektion aus Hyaluronsäure und synthetischen Liposomen; vorgesehen sind drei intraartikuläre Injektionen.

Hyaluronsäure + Sorbitol

Wirkung: Hyaluronsäure soll die Gleit- und Stoßdämpfungseigenschaften der Gelenkflüssigkeit unterstützen. Sorbitol soll die Hyaluronsäure vor vorzeitigem Abbau schützen und zur Erhaltung ihrer viskoelastischen Eigenschaften beitragen.

Beispiel / Anbieter:

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  • Synolis VA® (Aptissen) – Kombinationspräparat aus 2 % Hyaluronsäure und 4 % Sorbitol; erhältlich als 2-ml-Multishot und 4-ml-Monoshot.

 

Reine Hyaluronsäure

Neben Kombinationspräparaten gibt es eine große Auswahl reiner Hyaluronsäure-Präparate, die sich unter anderem in Konzentration, Molekularstruktur und Anwendungsschema unterscheiden. Hier einige Beispiele:

TRB Chemedica

  • OSTENIL®
  • OSTENIL® PLUS – höher konzentriertes HA-Präparat; je nach Verlauf sind ein bis drei Injektionen in wöchentlichem Abstand vorgesehen.
  • OSTENIL® MINI – für kleine Synovialgelenke, beispielsweise Daumensattel-, Großzehengrund- oder Facettengelenke; ein bis drei Injektionen in wöchentlichem Abstand.
  • HAXL ONE® – One-Shot-Injektion mit quervernetzter Hyaluronsäure zur Behandlung der Gonarthrose. Laut Hersteller sorgen spezielle Vernetzungstechnologien für hohe Elastizität, Stoßdämpfung und eine längere Verweildauer im Gelenk.

Fidia Pharma

  • HyalOne® – Hyaluronsäure-Präparat zur intraartikulären Anwendung
  • Hymovis® – Hyaluronsäure-basiertes Präparat zur intraartikulären Anwendung

 

Kollagenhydrolysat-Injektionen

Wirkung: Kurze Kollagenpeptide sollen die extrazelluläre Matrix von Knorpel, Sehnen und Bändern unterstützen. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Funktion zu verbessern.

Beispiel / Anbieter:

  • CHondroGrid® (Bioteck S.p.A., Vertrieb: SpongioTech) – Kollagenhydrolysat zur intra- und periartikulären Anwendung. Vorgesehen sind drei Injektionen an Tag 1, 15 und 45; eingesetzt wird es laut Hersteller auch bei Sehnen- und Bandbeschwerden.

Und was ist mit den Kosten?

Viele dieser Präparate fallen nicht unter die reguläre Kassenleistung. Eine Rückerstattung ist nur in Einzelfällen (z. B. über Wahlarzt oder Zusatzversicherung) möglich. Deshalb unbedingt vor der Therapie beim Arzt nach einem Kostenvoranschlag fragen und sich bei der privaten Zusatzversicherung nach einer etwaigen Rückerstattung erkundigen.

Mehr zur praktischen Anwendung von Hyaluron, Kortison, PRP und Stammzellentherapien:
Injektionstherapie bei Kniearthrose – medizinische Bewertung von PRP, Hyaluron & Stammzellen

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Weitere Beiträge zum Thema Injektionen bei Arthrose:

Hinweis: Dieser Beitrag dient der persönlichen Gesundheitskompetenz und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Übersicht zeigt eine Auswahl aktueller Präparate und Anbieter und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Nennung einzelner Produkte stellt keine Bewertung oder Empfehlung dar.

Redaktioneller Beitrag von Barbara Egger-Spiess, Gesundheitsjournalistin und Herausgeberin des Arthrose-Magazins.

Bild: KI-generiert mit Unterstützung von ChatGPT / Redaktion tirolturtle.at

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