Expertenwissen

Hurra, die erste Rheumaschule ist da

Mehr als 400 Erkrankungen zählen zum rheumatischen Formenkreis. Da macht es durchaus Sinn eine Rheumaschule zu besuchen. In Tirol gibt es eine solche seit Oktober 2015.

„Wir legen großes Augenmerk auf leicht verständliche Informationen und viele praktische Anleitungen zur Verbesserung bzw. Linderung der krankheitsbedingten Beschwerden sowie für einen besseren Umgang mit der Erkrankung“, sagt OA Dr. Wolfgang Halder, FA für Innere Medizin und Leiter der Rheumaambulanz und Rheumastation an der Abteilung für Innere Medizin und Akutgeriatrie am LKH Hochzirl-Natters. Das klingt schon mal gut. Schließlich soll in die Schule gehen Spaß machen und das Gelehrte soll auch verstanden werden.

Mmm…? Schule? Lernen? Ja, ja, so ist es. In Tirol gibt es seit Oktober 2015 erstmals eine Rheumaschule. Ins Leben gerufen und initiiert vom Sozial-Medizinischen-Verein Tirol. „In unserer mehr als 25-jährigen Vereinsgeschichte war es uns immer ein Anliegen durch Information und Aufklärung zur Gesundheitsförderung und Gesundheitserhaltung beizutragen“, erklärt Vereinsobmann Wolfang Halder die Beweggründe.

Die neue Rheumaschule ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Tiroler Fachärztinnen und Fachärzten für Rheumatologie. Das gemeinsame Ziel ist eine verbesserte Versorgung von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen. Und da sind wir auch schon beim Thema. Der sogenannte rheumatische Formenkreis ist selbst für Betroffene ein Buch mit sieben Siegeln.

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Quelle Grafik: Sozial-Medizinischer-Verein Tirol

Wem von euch ist bekannt, dass zum rheumatischen Formenkreis mehr als 400 Erkrankungen zählen? Die vier bis fünf wichtigsten Gruppen umfassen degenerative Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen (Kniearthrose), Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie), entzündlich-rheumatische Erkrankungen (rheumatoide Arthritis) Knochenstoffwechselerkrankungen (Osteoporose) und pararheumatische Erkrankungen (Gicht).

Angesichts dieser rheumatischen Formenkreis-Lawine könnte ein Schulbesuch also tatsächlich nicht schaden. Die Rheumaschule Tirol setzt dabei auf Information in Form von Vorträgen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, Diskussions- und Fragerunden, Trainings- und Übungseinheiten, weiterführende Informationen durch Diätologen, Therapeuten und Fachärzte ergänzender Spezialgebiete. Die Vorträge und Schulungsangebote richten sich besonders an Menschen mit rheumatischen Erkrankungen und deren Angehörige.

Weitere Infos und Termine gibt es auf der Homepage des Sozial-Medizinischen-Vereins Tirol. Über die Rheumaschule Tirol und die angebotenen Vorträge und Schulungen werden sicher noch öfter Thema dieses Blogs sein.

 

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