AutoCart Knorpeltherapie bei Arthrose
Arthrose

AutoCart Knorpeltherapie: Studienteilnehmer*innen willkommen

Am Knorpelzentrum Wien wird die AutoCart Knorpeltherapie bei größeren Knorpeldefekten am Kniegelenk eingesetzt. Die Ergebnisse der Methode fließen in eine internationale Studie ein.

Bereits seit Herbst 2020 setzt Univ.-Prof. Dr. Stefan Marlovits die AutoCart Knorpeltherapie im Knorpelzentrum an der Privatklinik Döbling in Wien ein. Dabei wird körpereigenes Material zur Behandlung von Gelenkarthrosen genutzt.

Seit Jänner 2021 wird diese minimalinvasive Methode im Rahmen einer groß angelegten internationalen Studie evaluiert – erste Ergebnisse machen, laut einer Presseaussendung des Knorpelzentrums Wien, Betroffenen Hoffnung.

Sind Knorpel aufgrund eines Unfalls, Abnützung oder einer Erkrankung beschädigt, können sie ihre Funktion als Schutz und Stoßdämpfer im Gelenk nicht mehr erfüllen.

Das verursacht Schmerzen und führt zur Abnützung der Gelenke, der sogenannten Arthrose. Eine Operation ist daher gerade bei größeren Knorpelschäden an großen Gelenken wie Knie- oder Sprunggelenk oft unvermeidbar.

AutoCart Knorpeltherapie: schonend und vielversprechend

Univ.-Prof. Dr. Stefan Marlovits, MBA, Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sport­trauma­tologie und Leiter des Knorpelzentrums an der Privatklinik Döbling:

Wir arbeiten mit körpereigenem Material, können meist minimalinvasiv vorgehen und im Unterschied zu anderen Methoden reicht eine einzige Operation. Daher ist die Methode sehr schonend und auch für Patienten im höheren Lebensalter gut geeignet.

Die neue Methode zur Knorpeltransplantation basiert auf der sogenannten Knorpelchips-Technik, die seit den 1980er Jahren konsequent weiterentwickelt wurde.

Bei der AutoCart(TM)-Methode wird der vom Patienten während der Operation entnommene Knorpel zerkleinert. Die Knorpelchips werden mit dem eigenen plättchenreichen Plasma des Patienten gemischt, dann injizieren wir diese Paste direkt in den Knorpeldefekt. Das körpereigene Material ist besonders gut verträglich.

Erste Studienergebnisse deuten darauf hin, dass das Verfahren meist arthroskopisch angewendet werden kann und ist laut Marlovits daher schonender und auch kostengünstiger als die bisher übliche autologe Knorpelzelltransplantation (ACT), die zwei Operationen erfordert.

Nach dem AutoCart-Eingriff am Kniegelenk bleiben die Patienten*innen ein bis drei Tage in der Privatklinik Döbling, danach folgt die Physiotherapie. Mit Sport kann laut Prof. Marlovits meistens schon zwölf Wochen nach der Operation begonnen werden.

AutoCart Knorpeltherapie: Studienteilnehmer*innen willkommen

Derzeit nimmt das Knorpelzentrum unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stefan Marlovits als einziges in Österreich an einer internationalen Multicenter-Studie teil, bei der die Ergebnisse nach einer Behandlung des Kniegelenks erhoben werden.

Für die Studie sucht das Knorpelzentrum auch weiterhin Patienten*innen. Teilnehmen können Personen mit größeren Knorpeldefekten am Kniegelenk nach Unfällen, die noch nicht operiert wurden.

Die Studie dauert ca. zwei Jahre, in denen drei Befragungen und mehrere Untersuchungen stattfinden. Weitere Infos zur Teilnahme unter www.knorpel.at.

Selbstverständlich wird die Operationstechnik an der Privatklinik Döbling auch unabhängig von einer Studienteilnahme angewandt.

Quelle: APA OTS

Ergänzend zur Pressemeldung findest du auf der Website von Knorpel.at weitere Informationen zur AutoCart Methode. Nichts an Aktualität verloren, hat mein das Interview über Arthrose Behandlungsmethoden, das ich mit Knorpel-Experte Prof. Dr. Stefan Marlovits im Jahr 2016 exklusiv für meinen Blog geführt habe.

Hinweis: Die hier geteilten Informationen sollen zur Stärkung der persönlichen Gesundheitskompetenz beitragen, ersetzen aber in keinem Fall die ärztliche Diagnose, Beratung und Behandlung.

Foto: Shutterstock

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