Was hilft bei Arthrose Schmerzen
Arthrose

Was hilft bei Arthrose Schmerzen: neues Schmerzpflaster und Creme

Was hilft bei Arthrose Schmerzen: Die österreichische Schmerzgesellschaft berichtet über ein neues Schmerzpflaster und einer neuen Schmerzcreme für die Gelenke.

Was hilft bei Arthrose Schmerzen: Die Österreichische Schmerzgesellschaft informiert seit nunmehr zwei Jahrzehnten mit ihren jährlichen Schmerzwochen über die neuesten Entwicklungen in der Schmerzmedizin.

Diese sogenannten Österreichischen Schmerzwochen finden jeweils zu Jahresbeginn im Jänner statt.

Im Jänner 2021 stellten die Expertinnen und Experten der Fachgesellschaft neue konservative Methoden zur Schmerzlinderung vor:

  • insbesondere nach Knie-Endoprothetik
  • sowie zur Schmerzlinderung in Knie-, Ellbogen, Hüfte- und Schultergelenk.
  • Dabei geht es um ein Pflaster mit dem Wirkstoff Buprenorphin
  • sowie um eine Creme mit sogenannten „cetylierten Fettsäuren“.

 

Zur Schmerzbewältigung bietet die Österreichische Schmerzgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Plattform selpers:

  • E-Learning-Angebot für Betroffene und Angehörige
  • um chronische Schmerzen erfolgreich bewältigen.

 

Eine Zusammenfassung über die neuen konservativen Methoden mit Schmerzpflaster und Schmerzcreme sowie E-Learning-Angebot für Betroffene, findest du in den nachfolgenden Information der Österreichischen Schmerzgesellschaft.

Quelle: Pressseaussendungen der ÖSG

Was hilft bei Arthrose Schmerzen

Pressemitteilung der Österreichischen Schmerzgesellschaft anlässlich der Österreichischen Schmerzwochen Jänner 2021:

Aktuelle Studien belegen die Wirksamkeit und Sicherheit von transdermalen Systemen („Schmerzpflaster“) mit dem Wirkstoff Buprenorphin bei endoprothetischer Kniegelenks- Operation. Die Patientinnen und Patienten leiden nach der OP weniger an Schmerzen und werden schneller mobil.

Wien, 29. Jänner 2021 – Das Einsetzen eines Kniegelenks-Ersatzes ist ein großer, häufig schmerzhafter Eingriff. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um die Beschwerden nach der Operation möglichst gering zu halten.

Angesichts des oft schon fortgeschrittenen Alters oder gesundheitlichen Zustands bzw. einer bestehenden Polymedikation der Patientinnen oder Patienten kommen aber eine Reihe von medikamentösen Optionen aufgrund möglicher Kontraindikationen bzw. zu erwartender Nebenwirkungen nicht infrage.

„Neuere Studien belegen, dass Buprenorphin TTS eine gute Möglichkeit ist, um in diesen Fällen wirkungsvoll, konstant und nebenwirkungsarm Beschwerden zu lindern.“

„TTS“ steht für „transdermales therapeutisches System, umgangssprachlich auch Schmerzpflaster.

Aufgrund eines konstanten Plasmaspiegels resultiert eine kontinuierliche Schmerzreduktion. Zudem treten unerwünschte Nebenwirkungen wie Verstopfung und Müdigkeit seltener auf.

OÄ Dr. Waltraud Stromer, Vizepräsidentin der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG):

„Pflaster mit dem Wirkstoff Buprenorphin sind besonders gut für die Schmerztherapie geriatrischer Patienten geeignet: Bei diesem Opioid treten zentralnervöse Nebenwirkungen wie Schwindel seltener auf als bei anderen Opioiden, das verringert auch die Sturzgefahr.“

Pflaster mit Buprenorphin, einem stark wirksamen Opioid, sind in der chronischen Schmerzbehandlung zwar weit verbreitet, in der akuten, postoperativen Schmerzversorgung hingegen noch weniger untersucht.

Eine indische Studie  mit 200 Personen im Alter von 60 bis 75 Jahren hat nun die Wirkung von transdermalem Buprenorphin im Rahmen der Kniegelenks-Endoprothetik untersucht.

Alle Patientinnen und Patienten erhielten für 72 Stunden eine lokale kontinuierliche Infiltrationsanästhesie.

Die Hälfte der Betroffenen bekam zusätzlich nach der OP ein Buprenorphin-Pflaster mit 5 µg/h, der Rest eine Kombination aus Paracetamol und Tramadol. In den nachfolgenden sieben Tagen litt die Gruppe mit dem Opioidpflaster deutlich weniger unter Schmerzen, und zwar bei Ruhe wie bei Aktivität.

Eine weitere Studie lieferte ähnliche Ergebnisse: Sie hat die Wirkung von transdermalen Buprenorphin (TDB 10 μg/h) im Vergleich zum oral verabreichten COX- Hemmer Celecoxib bei 160 Patientinnen und Patienten untersucht, und zwar während der ersten drei Tage nach der Knie-OP.

Wie sich zeigte, brauchte die TDB-Gruppe in diesem Zeitraum weniger zusätzliches Opioid als Bedarfsmedikation im Gegensatz zur Celecoxib- Gruppe, wies entsprechend geringere Schmerzwerte bei Ruhe und Aktivität auf und konnte darüber hinaus auch das Knie deutlich besser bewegen.

ÖSG-Vizepräsidentin Dr. Stromer:

„Buprenorphin-Pflaster können postoperative Schmerzen aufgrund eines kontinuierlichen Plasmaspiegels nach dem Einsetzen einer Endoprothetik im Kniegelenksbereich wirksamer lindern. Beide Studien zeigen zudem, dass mit dem Opioidpflaster eine zusätzlich notwendige Bedarfsmedikation mittels Opioiden aufgrund starker Schmerzen, deutlich sinkt.“

Was hilft bei Arthrose Schmerzen?

Pressemitteilung der Österreichischen Schmerzgesellschaft anlässlich der Österreichischen Schmerzwochen Jänner 2021:

Die Wirksamkeit topischer Schmerzmittel wird zunehmend anerkannt. Eine Creme mit sogenannten „cetylierten Fettsäuren“ verspricht Linderung von Gelenkschmerzen und Regeneration bei Gelenksteife und der damit verbundenen eingeschränkten Beweglichkeit.

Salben zur Schmerzbehandlung werden von einer neuen US-amerikanischen Leitlinie zur Behandlung bei akuten muskuloskelettalen Verletzungsschmerzen empfohlen.

Wien, 19. Februar 2021 – Eine neue hautverträgliche Creme mit „cetylierten Fettsäuren“ (CFA) soll Linderung bei Schmerzen im Bereich von Knie-, Hüft-, Ellbogen- oder Schultergelenken bringen.

„Die Wirksamkeit der CFA-Creme beruht auf der Veränderung der lokalen Fettsäure-Zusammensetzung. Bei entzündlichen und degenerativen Erkrankungen können sowohl die Fettsäurekonzentration als auch das Fettsäuremuster beeinträchtigt sein“, erklärt ÖSG-Vizepräsidentin OÄ Dr. Waltraud Stromer (Horn) anlässlich der 20. Österreichischen Schmerzwochen der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG).

Mit dem Einmassieren der CFA-Creme werden Stoffe, die den natürlichen Lipiden von gesunden Gelenken entsprechen, direkt in die betroffene Körperregion gebracht.

Die cetylierten Fettsäuren bauen sich in Zellmembranen von Gelenken, Muskeln oder Sehnen ein, welche durch Verletzungen oder arthritische Erkrankungen beschädigt sind, fördern die Elastizität und Beweglichkeit und helfen so, die Funktion zu verbessern. Zudem wirken sie schmerzmindernd und reduzieren Entzündungserscheinungen.

In einer Studie mit Patientinnen und Patienten, die an Knie-Arthrose litten, zeigte die zweimal tägliche Anwendung dieser schmerzlindernden Salbe über die Dauer von einer Woche effektive analgetische Wirkung, reduzierte Steifheit und eine verbesserte physikalische Funktion.

Die Wirksamkeit topischer Analgetika, also von Schmerzmitteln, die lokal angewendet werden, war lange nicht unumstritten. Dem Auftragen von Salben oder Cremes wurde nur ein Placeboeffekt zugesprochen, der durch die mechanischen und Berührungsreize beim Einreiben entstehen würde.

In den letzten Jahren begann sich jedoch eine neue Sichtweise durchzusetzen, wonach in die Haut einmassierte Wirkstoffe sehr wohl tiefer in den Körper eindringen und somit schmerzlindernd wirken können.

Verschiedene topische nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) in Form von Salben, Cremen, Sprays, Gels oder Lösungen werden zur lokalen Behandlung von Schmerzen und Schwellungen nach sportbezogenen und stumpfen Verletzungen verwendet.

Der Vorteil gegenüber systemisch wirksamen, oral oder intravenös verabreichten NSAR ist, dass die Wirkstoffe deutlich geringere Konzentrationen im Blut erreichen und somit keine gravierenden Nebenwirkungen auftreten.

Vorteilhaft ist zudem, dass sich die Wirkstoffe im entzündeten Gewebe anreichern. Nebenwirkungen wie Rötungen oder Reizungen können allerdings entstehen.

Bei akuten muskuloskelettalen Schmerzen ist die therapeutische Wirksamkeit von topischem Diclofenac, Ibuprofen, Ketoprofen und Piroxicam gesichert. Das zeigten zwei Cochrane-Metaanalysen von 70 placebokontrollierten Studien mit insgesamt über 11.000 Patientinnen und Patienten.

Das Einreiben von topischem Diclofenac und topischem Ketoprofen in die Haut über sechs bis zwölf Wöchen hilft Patientinnen und Patienten mit Hand- und Kniearthrosen, die Schmerzen um mindestens die Hälfte zu verringern.

ÖSG-Vizepräsidentin Dr. Stromer:

„Für die Wirksamkeit bei anderen chronischen Schmerzzuständen gibt es allerdings keine Evidenzen. „Die Verwendung von schmerzlindernden Salben ist vor allem sinnvoll bei Strukturen, die nahe an der Körperoberfläche liegen.“

Eine neue US-amerikanische Leitlinie zur Behandlung von akuten muskuloskelettalen Verletzungsschmerzen empfiehlt topische nichtsteroidale Antirheumatika als Erstlinientherapie.

Für diese Leitlinie werteten die Autoren mehr als 200 klinische Studien mit insgesamt fast 33.000 Patientinnen und Patienten aus.

Es zeigte sich, dass diese Salben mit oder ohne Menthol den Schmerz linderten, die körperliche Funktion verbesserten und für eine hohe Zufriedenheit bei den Patientinnen und Patienten sorgten.

In der Folge setzte die US-Leitlinie der Behandlung mit topischen NSAR auf die höchste Empfehlungsstufe.

„In den deutschsprachigen Ländern wäre es ebenso wünschenswert, allgemeine abgestufte Leitlinien hinsichtlich der Therapie von Arthrose- oder muskuloskelettalen Schmerzen zu erstellen bzw. bestehende zu überarbeiten.“

Was hilft bei Arthrose Schmerzen

Pressemitteilung der Österreichischen Schmerzgesellschaft anlässlich der Österreichischen Schmerzwochen Jänner 2021:

Mit einem E-Learning-Angebot schulen Schmerzexpertinnen und -experten Betroffene und ihre Angehörige, wie man am besten mit Schmerzen umgeht und zur optimalen Schmerztherapie kommt.

Wien, 19. Februar 2021 – Unter dem Titel „Schmerzen erfolgreich bewältigen“ bieten Schmerzexpertinnen und -experten seit Kurzem kostenlose Online-Schulungen an, empfohlen von der Österreichische Schmerzgesellschaft (ÖSG) und umgesetzt in Zusammenarbeit mit dem Online-Portal Selpers.

Chronische Schmerzpatientinnen und -patienten können so lernen, ihre Beschwerden besser zu verstehen und in Worte zu fassen.

Darüber hinaus erfahren sie, wie sie sich auf den Arztbesuch vorbereiten können und wie Untersuchungen ablaufen. Das E-Learning-Angebot bietet auch Anleitungen für praktische Übungen, die helfen, sich von den Schmerzen abzulenken, um schwierige Phasen gut bewältigen zu können.

ÖSG-Vorstandsmitglied OA Dr. Wolfgang Jaksch, Klinik Ottakring, Wien

„Schmerz ist ein wichtiges Signal, das vor körperlichen Schäden warnt. Wenn Schmerz allerdings weiterbesteht und chronisch wird, kann er das Leben negativ bestimmen und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen.“

Im E-Learning-Angebot „Schmerzen verstehen“ erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie verschiedene Schmerzformen entstehen, wodurch sie verursacht werden und wie man sie erkennen kann.

Ein erster Schritt zur individuell passenden und wirksamen Schmerztherapie ist die Vorbereitung auf den Arztbesuch. So ist es etwa sinnvoll, dass die Betroffenen schon vorab die Symptome und den Körper genau beobachten und eine Beschreibung der Beschwerden notieren. Ärztin oder Arzt können damit die Beschwerden der Schmerzpatienten noch detaillierter erfassen.

Schmerzexperte Dr. Jaksch gibt in der Online-Schulung auch Tipps für den Alltag, etwa wie Bewegung die körpereigene Schmerzhemmung anregt oder Atemübungen helfen, von chronischem Schmerz abzulenken.

Das E-Learning-Angebot ist unter folgendem Link aufrufbar.

Was hilft bei Arthrose Schmerzen: In Bewegung bleiben

Auf meinem Blog findest du eine Fülle an Beiträgen, die dir helfen, deine Arthrose Schmerzen zu lindern. Die Frage: Was hilft bei Arthrose Schmerzen solltest du für dich selbst am besten aktiv beantworten.

Damit gemeint ist, dass du in Bewegung bleibst, trotzt Schmerzen. Das ist neben deinem Gewichtsmanagement, gesunder Ernährung und therapeutischen Maßnahmen wie z.B. Physiotherapie, der wichtigste Eckpfeiler. Hier eine Auswahl an Beiträgen mit Informationen und Tipps: Was hilft bei Arthrose Schmerzen?

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Hinweis: Die hier geteilten Informationen sollen zur Stärkung der persönlichen Gesundheitskompetenz beitragen, ersetzen aber in keinem Fall die ärztliche Diagnose, Beratung und Behandlung.

Foto: Canva

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