Arthrose und Physikalische Medizin - welche Therapien helfen
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Arthrose und Physikalische Medizin: Hilft es dir?

Arthrose und Physikalische Medizin: welche erfolgreiche Therapieoptionen gibt es. Diese Frage wurde beim Österreichischen Jahreskongress angesprochen.

Arthrose und Physikalische Medizin: Am 9. und 10. November 2018 fand die Jahrestagung der Österreichische Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (ÖGPMR) in Wien statt. Themen der Jahrestagung waren u.a.

  • Erfolge der Physikalischen Medizin und allgemeinen Rehabilitation bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Digitale Rehab-Angebote werden immer wichtiger
  • Wie die Physikalische Medizin bei Arthrose helfen kann
  • Diagnosemethoden der Physikalische Medizin: Weniger Belastung für Patienten und das Gesundheitsbudget
  • Beste Wirksamkeit physikalischer Therapien bei individueller Abstimmung und schneller Anwendung
  • Hohes Einsparungspotenzial bei konsequentem und kompetentem Therapie-Einsatz

Arthrose und Physikalische Medizin: Hilfe nach Gelenkersatz

Im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (ÖGPMR) präsentierten Experten aktuelle Highlights und Trends der modernen Physikalischen Medizin und Rehabilitation (PMR). Ein zentrales Thema waren die erfolgreichen Therapieoptionen, die das Fachgebiet bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates anzubieten hat.

„Probleme mit dem muskuloskelettalen System stehen in vielen Fällen im Vordergrund der Anwendung der vielfältigen Methoden der Physikalischen Medizin. Davon sind die sogenannten Abnützungserscheinungen von Gelenken, die Arthrosen, die häufigsten Diagnosen“, so ÖGPMR-Juniorpräsident Prim. Dr. Christian Wiederer, ärztlicher Direktor Klinikum am Kurpark Baden für Orthopädie und Rheumatologie und ärztlicher Leiter Das Kurhaus Bad Gleichenberg.

„Bei allen Arthrosen, so auch bei Knie- oder des Hüftgelenksarthrosen, begleiten wir die Betroffenen von der Vorsorge bis zur Rehabilitation. Vorsorge bedeutet hier in vielen Fällen, die Gelenke so zu entlasten, dass bleibende Schäden möglichst minimiert werden. Dabei geht es um eine adäquate und für die Bedürfnisse des einzelnen Patienten zugeschnittene medizinische Trainingstherapie, um die Muskulatur so zu stärken, dass sie ihre Stütz- und Haltefunktion wieder besser erfüllen kann und Überbelastungen verhindert werden.“

Schmerzzustände wie Arthroseschmerzen führen zu Bewegungsarmut, was erst recht zu einem Abbau von Muskeln und Leistungsfähigkeit führt. Prim. Wiederer: „Um diesen Teufelskreis von Schmerz und Funktionseinschränkung bzw. Funktionsverlust zu durchbrechen, eignen sich die Verfahren der Physikalischen Medizin besonders gut“, wird Prim. Dr. Christian Wiederer in der Presseaussendung der Österreichischen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (ÖGPMR) zitiert.

Sowohl bei Knie- als auch Hüftgelenksarthrosen kann schließlich die Operation mit künstlichem Gelenkersatz die letztmögliche Therapie sein. Laut der Österreichischen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (ÖGPMR) liegt Österreich mit rund 280 Hüftgelenk-Ersatz-Eingriffen pro 100.000 Einwohner und Jahr in einem OECD-Vergleich an zweiter Stelle. Beim Kniegelenk-Ersatz ist Österreich mit 220 Operationen sogar die Nummer Eins.

Arthrose und Physikalische Medizin: Unverzügliche Behandlung nach OP

Das führe laut Österreichischer Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (ÖGPMR) zu einem steigenden Bedarf an Rehabilitationsangeboten, bei denen die Physikalische Medizin eine entscheidende Rolle spielt. Prim. Christian Wiederer dazu:

„Das beginnt bereits während des Spitalsaufenthalts der Patienten. Ein großes Problem liegt derzeit jedoch in den nachfolgenden Wartezeiten. Wird ein Patient aus dem Spital entlassen, dauert es meist acht bis zwölf Wochen, bis er in stationäre Rehabilitation kommen kann. Aktuell ist die Nachfrage sogar so groß, dass die Aufnahmetermine teilweise erst nach vier Monaten angeboten werden. Doch inzwischen kann der Betroffene gegenüber seinem Status, den er im Krankenhaus unter Remobilisierungs-Maßnahmen und Physikalischer Therapie erreicht hat, wieder zurückfallen. Es müsste also die Physikalische Therapie nach Eingriffen wie Hüft- oder Kniegelenksersatz bereits ab der Entlassung aus dem Krankenhaus und überbrückend bis zum stationären Rehabilitationsaufenthalt gewährleistet werden.“

Um es nochmal zu wiederholen: Die Österreichische Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (ÖGPMR) fordert ganz klar, dass Arthrose Betroffene, die ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk erhalten, unverzüglich physikalische Therapie erhalten!

Grafik: canva.com/Egger

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