Awareness Day Arthrofibrosis
Arthrofibrose

Arthrofibrosis Awareness Day 2026: mehr Aufmerksamkeit für Arthrofibrose

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Zuletzt aktualisiert am 20. August 2026 von tirolturtle

Arthrofibrosis Awareness Day 2026: Am 15. Oktober macht die International Arthrofibrosis Association weltweit auf Arthrofibrose aufmerksam, gleichzeitig findet ein internationales Symposium zur Kniearthrofibrose statt.

Am 15. Oktober 2026 steht die Arthrofibrose weltweit im Mittelpunkt. Mit dem jährlichen Arthrofibrosis Awareness Day (AAD) möchte die International Arthrofibrosis Association (IAA) das Bewusstsein für eine Erkrankung stärken, die nach Operationen an Gelenken noch immer unterschätzt, spät erkannt oder fehldiagnostiziert wird.

2026 bekommt der Awareness Day zusätzliche Bedeutung: In Mailand findet am 15. Oktober erstmals ein internationales Knee Arthrofibrosis Symposium statt. Damit treffen an diesem Tag zwei wichtige Ebenen zusammen: die öffentliche Aufklärung über Arthrofibrose und der internationale fachliche Austausch über Diagnostik, Behandlung und Forschung.

Was ist Arthrofibrose?

Arthrofibrose ist eine krankhafte Vermehrung und Veränderung von Narbengewebe im Gelenk, bei der entzündliche und fibrotische Prozesse eine wichtige Rolle spielen. Beteiligt sind unter anderem sogenannte Myofibroblasten.

Die Erkrankung kann zu Schmerzen, Schwellungen, zunehmender Steifigkeit, einem ausgeprägten „Schraubstockgefühl“ und erheblichen Bewegungseinschränkungen führen.

Am häufigsten wird Arthrofibrose nach Eingriffen am Knie beschrieben – beispielsweise nach Kreuzbandrekonstruktionen oder nach dem Einsatz eines künstlichen Kniegelenks. Sie kann jedoch auch andere Gelenke betreffen.

Eine besondere Herausforderung ist die Behandlung. Arthrofibrose lässt sich nicht auf eine einzige Ursache reduzieren. Mechanische, biologische, immunologische und individuelle Faktoren können zusammenspielen.

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Was hilft bei Kniearthrose?

Auch die Rehabilitation erfordert besondere Aufmerksamkeit. Bewegungen sollten möglichst dosiert und nicht schmerzprovozierend erfolgen. Aggressive Mobilisationen oder Übungen über die Schmerzgrenze hinaus können zusätzliche Reize setzen.

Frühzeitiges Erkennen, eine sorgfältige Diagnostik und eine individuell angepasste Behandlung sind deshalb besonders wichtig.

Arthrofibrosis Awareness Day: Bewusstsein schaffen

Die International Arthrofibrosis Association setzt sich international für bessere Information über Arthrofibrose ein und möchte aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse stärker mit der klinischen Versorgung und den Erfahrungen von Betroffenen verbinden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt 2026 auf der frühen Erkennung und einer Behandlung, die den Besonderheiten der Arthrofibrose Rechnung trägt.

Dazu gehören eine angepasste Rehabilitation, ein differenzierter Umgang mit Schmerzen und Belastungsgrenzen sowie die stärkere Einbeziehung der Erfahrungen von Patient:innen.

Gerade weil herkömmliche Rehabilitationsstrategien bei Arthrofibrose nicht immer übertragbar sind, möchte die IAA das Wissen über arthrofibrose-spezifische Therapieansätze weiter verbreiten.

Ein wesentliches Ziel ist es, Arthrofibrose bei Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Betroffenen bekannter zu machen.

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Der Arthrofibrosis Awareness Day am 15. Oktober ist ein wichtiger Teil dieser Arbeit. Weltweit werden Informationen und persönliche Erfahrungen geteilt und aktuelle Entwicklungen rund um Arthrofibrose vorgestellt.

2026 erstmals internationales Symposium zur Kniearthrofibrose

Eine besondere Premiere gibt es beim Arthrofibrosis Awareness Day 2026: Am 15. Oktober findet in Mailand das erste internationale Knee Arthrofibrosis Symposium statt.

Fachleute aus verschiedenen Ländern kommen zusammen, um aktuelle Erkenntnisse zur Kniearthrofibrose zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Krankheitsmechanismen, Diagnostik, konservative und operative Behandlung sowie Rehabilitation und Forschung.

Das Symposium findet als Präsenzveranstaltung statt. Eine Live-Übertragung ist nicht vorgesehen. Die Vorträge sollen jedoch aufgezeichnet und anschließend über YouTube zugänglich gemacht werden.

Damit erhält die Arthrofibrose 2026 nicht nur durch den internationalen Awareness Day mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Gleichzeitig bekommt der wissenschaftliche und klinische Austausch über diese komplexe Erkrankung eine eigene internationale Plattform.

Arthrofibrose 2026: Auch in Österreich bewegt sich etwas

Auch in Österreich hat sich die Auseinandersetzung mit Arthrofibrose weiterentwickelt.

Ein wichtiger Schwerpunkt war 2026 der Arthrofibrose-Expertentag im Rahmen des Ötztal.Arthrose.Campus am 16. April im Vivea Hotel Umhausen. Er brachte Betroffene, medizinische Fachleute und Therapeuten zusammen und widmete sich erstmals innerhalb der Ötztal Vital Arthrose-Wochen ausschließlich der Arthrofibrose.

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Arthose Wochen 2026

Den Auftakt bildete eine Gesprächsrunde mit Betroffenen. Dabei ging es um Erfahrungen, die viele Menschen mit Arthrofibrose miteinander teilen: lange Rehabilitationsverläufe, Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, wiederholte Eingriffe und die schwierige Suche nach spezialisierten Ansprechpartnern.

Weiterlesen:

Wenn das Knie steif bleibt – Betroffene sprechen über Arthrofibrose

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Im anschließenden fachlichen Teil informierten Priv.-Doz. Dr. Ralf Rosenberger und Mag. Othmar Hauer über Ursachen, Diagnostik, operative Behandlungsmöglichkeiten und Rehabilitation.

Dabei wurde deutlich, warum Arthrofibrose eine besonders komplexe Erkrankung ist: Unterschiedliche Ursachen können zusammenspielen, Krankheitsverläufe unterscheiden sich erheblich und das betroffene Gewebe kann empfindlich auf zusätzliche Reize reagieren.

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Arthrofibrose: Warum die Behandlung so schwierig ist

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Internationaler Austausch: MUA bei Arthrofibrose

Ein weiteres Thema, das 2026 international diskutiert wurde, ist die Manipulation unter Narkose – kurz MUA – bei Kniearthrofibrose.

Kaley Usher, PhD, von der International Arthrofibrosis Association sprach dazu mit Priv.-Doz. Dr. Ralf Rosenberger. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Risiken eine Manipulation unter Narkose bei Arthrofibrose mit sich bringen kann und warum eine differenzierte Betrachtung wichtig ist.

Das Gespräch ist zugleich ein Beispiel dafür, wie österreichische Expertise inzwischen in den internationalen Austausch über Arthrofibrose einfließt.

Weiterlesen:

Manipulation unter Narkose (MUA) bei Arthrofibrose – Hilfe oder Risiko?

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arthro.fibrose: Information und Vernetzung aus Österreich

Auch die deutschsprachige Plattform arthro.fibrose trägt dazu bei, Arthrofibrose stärker sichtbar zu machen.

Die Plattform entstand 2023 auf Initiative des Arthrose Magazins TirolTurtle, OrthoUnfall Tirol und des Arthrose Forum Austria. Ziel ist es, Betroffenen im deutschsprachigen Raum fundierte Informationen und Orientierung zu bieten und gleichzeitig den Austausch zwischen Betroffenen, medizinischen Fachleuten und internationalen Initiativen zu fördern.

Zum Team gehören Barbara Egger-Spiess, Gesundheitsjournalistin, Herausgeberin des Arthrose Magazins und Gründerin des Arthrose Forum Austria, Priv.-Doz. Dr. Ralf Rosenberger, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Dr. Thomas Achammer, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, sowie Mag. Othmar Hauer, Sportwissenschaftler und Physiotherapeut.

Die Zusammenarbeit mit der International Arthrofibrosis Association bildet dabei eine wichtige Verbindung zur internationalen Forschung, Aufklärung und Vernetzung.

Arthrofibrose sichtbar machen

Arthrofibrose steht noch immer vergleichsweise selten im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung. Für Betroffene kann die Erkrankung jedoch einen langen Leidensweg bedeuten – besonders dann, wenn Beschwerden nach einer Operation nicht richtig eingeordnet werden oder spezialisierte Ansprechpartner fehlen.

Der Arthrofibrosis Awareness Day möchte genau hier ansetzen: informieren, Erfahrungen sichtbar machen und den Austausch zwischen Betroffenen, Medizin, Therapie und Forschung fördern.

2026 kommt eine weitere Ebene hinzu. Mit dem ersten internationalen Knee Arthrofibrosis Symposium in Mailand bekommt die Erkrankung erstmals ein eigenes internationales Fachforum.

Und auch in Österreich ist in den vergangenen Jahren ein Netzwerk entstanden, das Arthrofibrose stärker ins Bewusstsein rückt – durch Information, Veranstaltungen, Erfahrungsaustausch und internationale Zusammenarbeit.

Hinweis: Die hier geteilten Informationen dienen der Stärkung der Gesundheitskompetenz und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Illustration: KI-generiertes Bild

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