Selbsthilfe bei Arthrose

Rheumatage in Linz und Innsbruck

180.000 Menschen in Tirol und 334.000 in Oberösterreich leiden an Beschwerden des Bewegungsapparates. In Österreich sind es ca. zwei Millionen.

Arthrose? Rheumathoide Arthritis? Osteoporose? Morbus Bechterew? Etwa 400 einzelne Erkrankungen zählen zu den „Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises“. Darüber habe ich auf meinem Blog u.a. in den Beiträgen über Arthrose und Rheuma und der ersten Rheumaschule Tirols informiert.

Aufgrund der für einen Laien oder auch für viele Betroffene Unübersichtlichkeit des Themas, finde ich persönlich es ganz toll, dass in den österreichischen Bundesländern Rheumatage stattfinden, wo man sich bei Ärzten, Vertreter*innen von Selbsthilfegruppen oder der Österreichischen Rheumaliga informieren und gleichzeitig informative Vorträge besuchen kann.

Rheumatage in Linz und Innsbruck

Ich habe mir daher gerne die Mühe gemacht, das Programm der Rheumatage am 17. Februar 2016 in Innsbruck und am 3. März 2016 in Linz in diesem Blogbeitrag für euch aufzulisten. Ich denke, ein Besuch lohnt sich. Für meine Blogleser aus Südtirol und Trentino, Schweiz und Bayern werde ich demnächst recherchieren, ob es dort auch solche Rheumatage oder ähnliche Initiativen gibt.

Rheuma hat viele Erscheinungsbilder und kann in jedem Alter auftreten. Schmerzen im Rücken, in den Knien oder Fingern? Schwellungen in den Gelenken? Ständige Müdig- und Kraftlosigkeit? In Österreich leiden ca. zwei Millionen Menschen an Beschwerden des Bewegungsapparates, 180.000 allein in Tirol und 334.000 in Oberösterreich.

Rheumatage in Linz und Innsbruck

„Das Risiko, irgendwann im Laufe des Lebens eine Krankheit des Stütz- und Bewegungsapparats zu erleiden, liegt grob geschätzt bei 70 bis 80 Prozent. Zwar gilt Rheumaschmerz immer noch häufig als Alterserscheinung, tatsächlich sind jedoch vielfach bereits junge Menschen und sogar Kinder betroffen“, weiß Univ.-Prof. DDr. Manfred Herold, Rheumatologe in Innsbruck und ehemaliger Leiter der Rheumaambulanz der Universitätsklinik Innsbruck.

Gelenkschmerzen und -schwellungen, Steifigkeit der Gelenke am Morgen und Entzündungen, die in Schüben wiederkehren? Je früher rheumatische Erkrankungen erkannt und therapiert werden, desto besser die Prognosen. Daher ist es gerade für Betroffene wichtig, sich über Symptome, Diagnose und Therapiemöglichkeiten zu informieren. Der Tiroler Rheumatag und der Linzer Rheumatag bieten dafür eine ausgezeichnete Gelegenheit.

Umfassende Informationen über Diagnose und Therapie rheumatischer Erkrankungen gibt es am Mittwoch, 17. Februar 2016 von 12.00 bis 16.00 Uhr im Landhaus 1 in Innsbruck und am 2. März 2016 ab 13.00 Uhr im Neuen Rathaus in Linz. Infocenter, Aussteller und Vertreter*innen von Rheuma-Selbsthilfegruppen, etc. stehen für Informationen und Erfahrungsaustausch zur Verfügung. Der Eintritt bei den Rheumatagen ist frei. Weitere Infos: www.rheumaliga.at oder www.rheumatologie.at 

Beschwerden des BewegungsapparatesProgramm Tiroler Rheumatag am 17. Februar 2015

Unter dem Titel „LORA – ein komischer Vogel?“ gibt  Dr. Karin Montag, Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie in Innsbruck, ein Update zur chronischen Polyarthritis der alten Menschen.

„Eis oder heiß?“ – lautet die zentrale Frage bei physikalischen Behandlungen, über deren Effektivität Univ.-Prof. Dr. Erich Mur, Direktor des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation im Krankenhaus Innsbruck, informiert.

„Arthrose haben fast alle“ – welche Therapie erfolgsversprechend ist und was die PatientInnen selber tun können erläutert  Dr. Malgorzata Brunner-Palka, Fachärztin für Innere Medizin, Rheumaambulanz am Krankenhaus Innsbruck.

„Rheuma und Bewegung – ja oder nein?“ – diese Frage beantwortet Oberärztin Dr. Andrea Österbauer, Abteilung für Innere Medizin/Rheumatologie/Geriatrie im LKH Hochzirl, und gibt Tipps für Sportarten, die RheumapatientInnen guten Gewissens ausüben können.

„Gut essen trotz Gicht?“ Ob das möglich ist, erfahren die BesucherInnen des 12. Rheumatages von Dr. Gabriella Cerna, Ärztin für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Manuelle Medizin, Krankenhaus Hall & Innsbruck.

Über Behandlungsmöglichkeiten von Schulterschmerzen referiert Dr. Wolfgang Dialer (UK Diplom Sportmedizin, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, Kufstein) in seinem Vortrag „Die Schulter schmerzt“.

Über die „Rheumaschule Tirol“ informiert Oberarzt Dr. Wolfgang Halder (Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin und Akutgeriatrie, LKH Hochzirl).

Beschwerden des Bewegungsapparates

Programm Linzer Rheumatag am 2. März 2016 im Neuen Rathaus

Unter dem Titel „Rheuma – Diagnose – Therapie“ gibt OÄ Dr. Ulrike Stuby, Fachärztin für Rheumatologie im AKH Linz, einen Überblick über Rheumaerkrankungen und Therapiemöglichkeiten.

Der Vortrag von Dr. Fritz Traxlmayr, Rheumaambulanz im KH Elisabethinen Linz, dreht sich rund um die Diagnose „Morbus Bechterew“.

Das Thema „Rheuma und Haut“ bespricht OÄ Dr. Christine Scheurecker, Abteilung für Dermatologie und Venerologie, AKH Linz, danach beschreibt Doz. Dr. Stefan Hofstätter, Orthopäde, KH Wels, „Orthopädische Möglichkeiten bei Rheuma“.

Mag. Monika Aichberger, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Linz gibt in ihrem Vortrag „Der Rheumapatient in der Apotheke“ spannende Einblicke hinter die Tara. Nach einer Pause lautet ab 16 Uhr im Vortrag von Dr. Gabriela Eichbauer-Sturm, Fachärztin für Innere Medizin, Nephrologie und Rheumatologie in Linz, die zentrale Frage: „Rheuma – was kann ich selber tun?“.

Über „Physikalische Therapie bei Rheuma“ informiert Prim. Dr. Daniela Gattringer, MSc, Vorstand der Abteilung für Physikalische Medizin und Rehabilitation im Krankenhaus Barmherzige Schwestern Linz, danach gibt Dr. Rudolf Puchner, FA Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Rheumatologie, Wels, in seinem Vortrag „Psyche und Rheuma“ Antworten auf verschiedene Fragen, die im Zusammenhang mit der gegenseitigen Beeinflussung einer rheumatischen Erkrankung und der Psyche stehen.

Zum Thema „Komplementärmedizin“ referiert Dr. Thomas Peinbauer, Arzt für Allgemeinmedizin in Linz, und beschreibt komplementäre Behandlungsmethoden wie die Homöopathie. Über die richtige „Ernährung bei Rheuma“ informiert Maria Hochholzer, Diätologin im AKH Linz.

Wie der „Lebensstil aus der traditionellen europäischen Medizin“ bei rheumatischem Erkrankungen helfen kann, erklärt Dr. Regina Webersberger, Kneipp und TEM Ärztin im Kneipp Traditionshaus Aspach.

Beschwerden des Bewegungsapparates

Fotos: Fotolia

 

 

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