Lifestyle

Arthrose & Essen: Nur das was gut tut

Ernährung spielt bei Arthrose eine wichtige Rolle. Schön auch von Experten bestätigt zu bekommen, dass man am besten das isst, was einem gut tut. Arthrose hin oder her.

Vorweg ein TV-Tipp: Am Donnerstag dem 14. Jänner 2016 wird um 21.15 Uhr auf Servus TV die Reportage (siehe Trailer) von Kurt Langbein „Iss, was du bist“ gezeigt. Dazu noch eine Ansage von mir und auch vorweg: Ich esse schon lange ausschließlich das was mir gut tut und das ist nicht immer das Gesündeste laut den neumodernen vorherrschenden ernährungstechnischen Spielregeln, um nicht zu sagen Ernährungsterror.

Dazu muss ich ein wenig ausholen. Ich musste in meinem ganzen bisherigen Leben – Gott sei Dank – nie Abnehmen, nie eine Diät machen oder halten. Ich bin oder war immer das, was man landläufig eine Schnellverbrennerin nennt. Ich konnte essen, was ich wollte, ich wurde niemals dick. Das ist bis heute so geblieben. Doch je älter auch ich werde, trifft es auch mich. Ein Bäuchlein zeichnet sich ab und zwar ziemlich hartnäckig. Es will einfach nicht verschwinden. Egal wie viel Sport, wie viele Laufrunden, wie viele Walkingrunden, wie viele Golfrunden.

Laufen

Und natürlich, je älter man wird, ums mehr kommt die eine oder andere Lebensmittelunverträglichkeit – eine Allergie hatte ich Gott sei Dank auch nie – zum Tragen. Bei mir ist es beispielsweise seit vielen Jahren die Fructose-Unverträglichkeit, also esse ich wenig Obst und kann mehr oder weniger keine Fruchtsäfte trinken. Das macht sich im Gasthaus besonders gut, wenn man keinen Kaffee trinkt und keine Fruchtsäfte. Was bleibt da zum Bestellen?

Da sind wir auch schon mittendrin im Ernährungsdschungel. Ich weiß nur, was für andere gut ist, wie zum Beispiel viel Obst essen, muss nicht für mich gut sein. Aus innerer Abwehr heraus esse auch nicht allzuviel Gemüse. Und wenn dann mag ich Tomaten, Gurken und Karfiol. Und ob Arhtrose hin oder her, ich esse auch ziemlich gerne hochwertiges Fleisch, habe aber die Konsumhöhe in den letzten Jahren drastisch reduziert. Ich trinke auch seit vielen Jahren ungesüßte Tees wie Kräuter-, Pfefferminz- und Käsepappeltee.

Genauso trinke ich aber zwischendurch süße Limos (ein Almdudler nach der Skitour muss einfach sein! ob Arthrose hin oder her). Meine heißgeliebte Dosa Coca-Cola (ich höre schon den Aufschrei) habe ich auch drastisch reduziert und esse für mein Leben gerne Süßigkeiten (hie und da drastisch reduziert, hie und da drastisch erhöht). Was mein hartnäckiges Bäuchlein anlangt, bin ich zu folgender Lösung gelangt: Ich esse abends nichts mehr. Ich kann nicht nur besser schlafen, auch meinen Reflux-Beschwerden tut das gut. Und das Bäuchlein wird auch nicht größer.

Pyramide

Also was ich euch eigentlich damit sagen will, dass ich schon lange bevor der ernährungstechnische Meinungsterror in sogenannten sicherlich auch sinnvollen Ernährungs-Pyramiden und Ernährungsratgebern Einzug gehalten hat, bin ich mehr und mehr zum Schluss gekommen, dass es mir am besten geht und ich mich am meisten wohlfühle, wenn ich esse, was mir gut tut. Man denke nur an Milchprodukte. Die stehen auf der Ernährungspyramide weit oben, tun aber nicht jedem gut. Ich esse gerne alle paar Tage ein Becher Joghurt von meiner Lieblingsmarke Zillertal Milch, könnte aber niemals einen Schluck Tirol Milch direkt aus der Packung trinken.

Uebersicht

Milch geht nur in Form von Shakes, z.B. ein leckeres Bananen-Shake und dazu eine Kugel Vanilleeis hineingemischt. Ja, ja, ich weiß. Käse esse ich gerne, aber selten. Es geht einfach nicht mehr an Milchpodukten. Ich vertrage sie zwar, möchte aber nur unregelmäßig davon essen. Egal wer das vorschreibt, egal welche Gesundheitsexperten das angeblich besser wissen, als ich selbst.

Deshalb halte ich es persönlich mit der Strategie, zu essen, wonach mir ist. Das kann hochwertiges Fleisch vom heimischen Metzger und „Huch, ein Wurstbrot“ sein. Das kann genauso ein Smoothie (ausschließlich mit Obst, das ich gut vertrage) und Kartoffeln sein. Das können genauso eine kalorienarmer Mozzarella-Salat mit Tomaten und kohlenhydratreiche Spaghetti sein und ja auch Schokolade. Gesünder ginge es immer. Das ist klar. Aber meine innere Stimme  – schließlich ist sie alt genug – sagt mir schon, wann ich was brauche und wonach mir gerade ist.

Und ich denke, dass das richtig ist. Und nicht nur ich.

In der Servus-TV Reportage „Iss, was Du bist“ deckt Filmemacher und Wissenschaftsjournalist Kurt Langbein die Irrtümer und Pannen der Ernährungsmedizin auf. Am zielführendsten ist es auf den Bauch zu hören und das zu essen, was einem gut tut. Gezeigt wird die Reportage am kommenden Donnerstag 14. Jänner 2016 um 21.15 Uhr auf Servus TV. Auf der Facebook-Seite von Langbein & Partner kann man dazu folgendes nachlesen:

Neues Jahr, neue Vorsätze. Die Gesundheit steht bei den Österreicherinnen und Österreichern ganz oben auf der Wunschliste, oft im Zusammenhang mit Ernährung. Die Wissenschaft bombardiert uns ständig mit neuen Empfehlungen, die Glaubenskriege der Diätpäpste nehmen kein Ende – die Verwirrung ist groß. Wie ernährt man sich tatsächlich gesund? Das Ergebnis der Recherchen Kurt Langbeins: Angebliche Gesundheitsvorteile bestimmter Lebensmittel wirken nur im Promillebereich. Die Pausen zwischen den Mahlzeiten sind wichtiger als vermutete Eigenschaften einzelner Nahrungsmittel. Daher lautet seine Conclusio: „Iss, was Du bist“.

Gesund ist für jeden etwas anderes. Mal ist es Fett, dann wieder Fleisch, jedenfalls aber Cholesterin, das die Gesundheit gefährdet – dagegen gelten Tomaten, Broccoli und Co. geradezu als Wundermittel gegen Krebs. Der US-Epidemiologe John Ioannidis hat Ernährungsstudien weltweit analysiert. „Die meisten Ergebnisse sind nicht plausibel und viele Studien methodisch falsch“, so seine Erkenntnis, die weltweit für Aufsehen sorgt: „Obst und Gemüse etwa gehören zu den guten Lebensmitteln. Aber die besten Studien darüber ergeben, dass eine Portion mehr pro Tag das Krebsrisiko um ein, höchstens zwei Tausendstel verringert.

Es müssten also tausend Menschen, die Krebs bekommen könnten, über zehn Jahre täglich eine Portion Obst oder Gemüse mehr essen, damit Krebs bei einem oder zwei davon nicht auftritt“. Wichtiger wäre demnach, dass jeder Einzelne das isst, was er verträgt. Und das ist sehr individuell. Mit Ernährungswissenschaftlerin Annette Sabersky geht Kurt Langbein den Tricks der Lebensmittelindustrie nach, die mit verstecktem Zucker und Gluten tatsächliche Gesundheitsrisiken schafft. Viele Veggie-Produkte im Supermarkt sind beispielsweise höchst problematisch. Auch die modernen Diäten wie „Paläo“, „Low Carb“ oder auch „Vegan“ basieren teilweise auf Irrtümern.

Archäologen haben etwa längst bewiesen, dass die Menschen in der Steinzeit je nach Nahrungsangebot höchst unterschiedlich gegessen haben. „Der Mensch hat sich überall auf der Erde zu jeder Zeit angepasst, an das Klima, an die Vegetation, an die Fauna, die dort vorhanden war“, sagt Archäologin Ursula Maier. „Das meiste, was Ärzte über Diäten erzählen, ist falsch“, sagt Arzt und Genetiker Tim Spector. Der Mikrobio-Forscher aus London macht die Bakterienflora im Darm für die Gesundheit verantwortlich. „Die Bakterien sind ausschlaggebend dafür, wie wir das Essen verwerten, wie Nährstoffe aufgenommen, Vitamine produziert und zu Hormonen werden. Sie steuern unsere Stimmung und die Signale ans Gehirn.“

In einem Test konnte Tim Spector nachweisen, dass etwa Fastfood-Konsum schon nach zehn Tagen 40 Prozent der Darmbakterien-Arten zum Verschwinden bringt. „Wir glauben, dass eine geringere Mikrobenvielfalt ein Risikofaktor für Fettleibigkeit ist. Junkfood macht nicht wegen der Kalorien dick, sondern aufgrund der Wirkung auf die Darmflora“, sagt Spector. Es gibt viele Mythen über Diäten und Ernährungsformen. Falsch ist auch die vielfach vertretene Empfehlung, Fasten sei ungesund. „Unser Körper kann sehr viel besser mit kurzem Mangel umgehen als mit dauernder Übersättigung. Eigentlich leben wir derzeit maximal ungünstig für unsere genetischen Verhältnisse“, berichtet Fastenexperte und Internist Andreas Michalsen über den neuen Stand der Forschung.

„Wer regelmäßig fastet, kann das Risiko für fast alle chronischen Erkrankungen deutlich verringern und auch den Alterungsprozess hemmen“, so Michalsen. Das klingt überzeugend, auch für den Autor des Films: Kurt Langbein unterzieht sich dem Selbsttest und dokumentiert, wie es ihm und den anderen Teilnehmern bei der Fastenkur ergeht. Im Frühling wird es drei weitere Servus Reportagen von und mit Kurt Langbein geben, die allesamt die Gesundheit in den Fokus rücken.

TV-Tipp: „Iss, was Du bist!“, die Servus-TV Reportage am Donnerstag, den 14. Jänner 2016 ab 21:15 Uhr bei Servus TV. Die Sendung kann als Live-Stream sowie nach der Ausstrahlung mindestens sieben Tage in der Mediathek auf www.servustv.com angesehen werden.

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2 Comments

  • Reply Evelyn P 25. Januar 2017 at 21:56

    Das klingt für mich auch alles gut, obwohl so viele meinen Vegas leben hilft.
    Ich denk 80/20 basisch muss reichen …aber ich bin ja noch am Anfang!

    • Reply tirolturtle 26. Januar 2017 at 17:40

      Liebe Evelyn, ja ich denke auch, dass es die Mischung macht und jeder für heraus findet, was ihm/ihr gut tut und was nicht.

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